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Wenn Kunst, Architektur und Landschaft verschmelzen: Glenstone Museum eröffnet Erweiterungsbau

Kostenfreies Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Maryland nahe Washington, DC vervielfacht Ausstellungsfläche – Museumsbauten bilden Einheit mit Umgebung

Approach to the Pavilions - Foto: Iwan Baan Approach to the Pavilions - Foto: Iwan Baan

Mit der Eröffnung des neuen Glenstone Erweiterungsbaus in Potomac (Maryland) wurde die Vision der Gründer und Mäzene Emily W. Rales und Mitchell P. Rales einer ganzheitlichen Erfahrung von Kunst, Architektur und Landschaft schlussendlich erfüllt. „Pavilions“ werden die neu geschaffenen und miteinander verbundenen Flachbauten genannt, mit denen das Museum seine Ausstellungsfläche um mehr als 4.500 Quadratmeter ausbaut. Eingebettet ist das neue Gebäude, das von außen zunächst wie eine Gruppe von elf separierten Pavillons erscheint, in einen mehr als 50 Hektar großen Landschaftspark. Im Innern erwarten die Besucher elf verschieden große Räume, die durch einen verglasten Wandelgang rund um den mit Pflanzen und Wasser gestalteten Innenhof miteinander verbunden sind.

Die für die Eröffnungsschau ausgewählten Kunstwerke reflektieren die Philosophie von Glenstone, indem sie Schlüsselmomente der kulturellen Entwicklung seit 1945 zugänglich und erlebbar machen. Neun der Räume sind einzelnen Künstlern wie Robert Gober, Charles Ray, Martin Puryear und Cy Twombly gewidmet. Im mit mehr als 800 Quadratmeter Fläche größten Ausstellungsraum sind zu Beginn 65 Werke von 52 Künstlern wie Andy Warhol, Joseph Beuys, Yves Klein, Marcel Duchamp und Jackson Pollock zu sehen.

Natur als Wegbereiter der Kunst
„Die Landschaft diente uns als Inspiration“, sagt Thomas Phifer, der Architekt des Gebäudes. „Die Ankunft der Besucher haben wir mit Bäumen und offenen Wiesen choreographiert, so dass die Landschaft besonders intensiv wahrgenommen wird und die subtilen Eigenschaften des Geländes hervortreten. Vom ersten Moment an wird man Glenstone als einen Ort wahrnehmen, an dem es wenig Ablenkung gibt, die Hektik des Alltags fällt weg, so dass sich Körper und Geist ganz auf eine intime Begegnung mit den Kunstwerken einlassen können.“

Glenstone wurde 2006 in Potomac, rund 25 Kilometer von der US-Hauptstadt Washington, DC entfernt, von dem Milliardär Mitchell P. Rales und seiner Frau Emily W. Rales, die auch Direktorin des Museums ist, eröffnet. Mit der Erweiterung stehen insgesamt knapp 5.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Der umgebende Landschaftspark ist mehr als 90 Hektar groß, die Fläche wurde im Zuge der Erweiterung mehr als verdoppelt. Hier sind Großskulpturen von Jeff Koons, Tony Smith, Richard Serra und weiteren ausgestellt. Der Spaziergang durch den Park vom ebenfalls neu gebauten Empfangsgebäude zu den Ausstellungshallten ist im Konzept des Museums ein elementarer Bestandteil. Der Eintritt ist kostenfrei. Um ein zu hohes Besucheraufkommen zu verhindern, ist eine vorherige Registrierung online nötig.

Weitere Informationen gibt es unter www.glenstone.org.

(IAM)

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