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Warhols Werke an der Westküste

Retrospektive im San Francisco Museum of Modern Art zelebriert die Karriere des Pop-Art-Meisters Andy Warhol

Im San Francisco Museum of Modern Art ist die Kunst von Andy Warhol zu sehen. - Foto: SFMOMA Im San Francisco Museum of Modern Art ist die Kunst von Andy Warhol zu sehen. - Foto: SFMOMA

Vom 19. Mai bis zum 2. September 2019 öffnet das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) seine Pforten für die Ausstellung Andy Warhol – From A to B and Back Again. Auf insgesamt drei Etagen können Besucher die rund 40-jährige Karriere des Pop-Art-Künstlers Revue passieren lassen und neue Einblicke in das Leben und Schaffen Warhols erhalten.

Nach dem Ausstellungsauftakt in New York, der Heimat des Künstlers, ist die Andy Warhol-Retrospektive ab Mai zu Gast an der Westküste der Vereinigten Staaten. Auf drei Etagen zeigt das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) mehr als 300 bekannte und weniger bekannte Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Fotos und Filme sowie eine von Warhols Zeitkapseln.

Der Titel der Ausstellung ist eine Hommage an sein 1975 erschienenes Buch The Philosophy of Andy Warhol (From A to B and Back Again), in dem der Wahl-New Yorker seine Gedanken zu Liebe, Schönheit, Ruhm, Geld und anderen Schlüsselthemen niederschrieb. Die Retrospektive zeigt einige von Warhols berühmtesten Werken, darunter Green Coca-Cola Bottles (1962) und 192 One Dollar Bills (1962), sowie weniger bekannte, abstrakte Gemälde aus seiner späteren Schaffenszeit. Mehr als 30 Jahre nach Warhols Tod im Jahr 1987 gibt Andy Warhol – From A to B and Back Again neue Einblicke in das Leben des rätselhaften Künstlers und veranschaulicht sein komplexes Wesen.

Tatsächlich ist Andy Warhol, geboren als Andrew Warhola in Pittsburgh, Pennsylvania, „eine komplizierte Figur und ein komplizierter Künstler“, betont Gary Garrels, Elise S. Haas Senior Curator of Painting and Sculpture des SFMOMA. „Warhol wird zwar als Popkünstler bezeichnet, diese Phase dauerte aber nur wenige Jahre. In seinem späteren Schaffensstadium wurden die Arbeiten und die damit einhergehenden Themen immer düsterer. Sexuelle Identität, Ruhm und Subkulturen dominierten fortan seine Bilder. Zum Zeitpunkt seines Todes war man sich einig, dass Warhol keine Relevanz mehr hatte. Ein Irrtum, denn schon die letzte große Retrospektive im Jahr 1989 bewies: Warhol ist brandaktuell.“

Warhols Verständnis für die wachsende Macht der Bilder spiegelt sich heute in den sozialen Medien wider und erweitert die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft. Die Ausstellung, die erstmals im Whitney Museum of American Art in New York präsentiert wurde, bietet neuen Generationen nun die Möglichkeit, Andy Warhol, einen der einflussreichsten, innovativsten und wichtigsten amerikanischen Künstler, zu überdenken und in der heutigen Zeit einzuordnen.

Weitere Infos unter www.sfmoma.org.

(IAM)

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