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Von einer kleinen Schmiede im Mittleren Westen zum Global Player

In Illinois die Geschichte von John Deere hautnah erleben

Die Ausstellungshalle von John Deere in der Firmenzentrale. - Foto: John Deere Die Ausstellungshalle von John Deere in der Firmenzentrale. - Foto: John Deere

Wie sich aus der smarten Idee eines Schmiedes ein Weltkonzern entwickelte, lässt sich an der Great River Road in Illinois eindrücklich nachvollziehen: Der weltgrößte Hersteller von Landmaschinen, John Deere, hat in Moline am Mississippi seinen Hauptsitz. Liebhabern großer Maschinen dürfte das Herz aufgehen, sobald sie den direkt am großen Fluss gelegenen John Deere Pavilion betreten. Die 1.300 Quadratmeter große Halle aus Glas und Backstein ist der Faszination landwirtschaftlicher Großtechnik gewidmet. Ob sechsbeinige Rodungsmaschine oder überdimensionaler Mähdrescher – wer mag, erlebt hier am eigenen Körper, wie sich der Sitz im Cockpit einer der gewaltigen Maschinen anfühlt. Damit dabei nicht aus Versehen die gesamte Halle zum Einsturz gebracht wird, stehen Simulatoren bereit, an denen sich das Steuern und Bewegen der Hightech-Geräte erproben lässt.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Exponate wie historische Maschinen, beispielsweise einige der ersten jemals gebauten Traktoren, ein Ausblick in die Zukunft der Landwirtschaft sowie weitere themenverwandte Ausstellungen. Im Bereich „Discovery Zone“ stehen zudem interaktive Stationen zum lehrreichen Zeitvertreib für die jungen Besucher bereit. Im angeschlossenen Store finden Fans des grün-gelben Maschinenbauers praktisches Zubehör sowie zahlreiche Artikel mit John-Deere-Branding. Auch ein Einblick in die Herstellung der gewaltigen Fahrzeuge ist möglich. Nur zehn Autominuten flussaufwärts befinden sich hochmoderne Produktionsanlagen für Erntemaschinen, bei einer der anderthalbstündigen Touren durch die Fabrik erhalten die Besucher einen bleibenden Eindruck des kompletten Produktionsprozesses. Sowohl der Besuch des John Deere Pavilion als auch die Teilnahme an einer Fabriktour hinter den Kulissen ist kostenfrei.

Vom Schmiedehandwerk anno 1837 bis zum „Hammer In“ in Grand Detour
Wer richtig in die Geschichte von John Deere eintauchen möchte, wird in der Ortschaft Grand Detour fündig. Gut 70 Meilen den Rock River flussaufwärts, der bei Moline in den Mississippi fließt, legte John Deere 1837 den Grundstein für den heutigen Weltkonzern, als er den ersten selbstreinigenden Stahlpflug der Welt entwickelte und damit den Farmern half, den schweren Prärieboden zu bewirtschaften. In Grand Detour finden Besucher heute neben der archäologisch betreuten ursprünglichen Arbeitsstätte Deeres auch einen authentischen Nachbau seiner Werkstatt sowie das originalgetreu eingerichtete Wohnhaus der Familie. Vorführungen in der Werkstatt bringen den Besuchern die anspruchsvolle Tätigkeit des Schmiedens näher. Alle Gebäude bilden zusammen die John Deere Historic Site, eine offiziell anerkannte nationale Gedenkstätte.

Ein besonderes Highlight in Grand Detour ist das Schmiede-Event „Hammer In“ am 4. und 5. August 2018. Zu dieser alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung reisen Dutzende Schmiede aus dem gesamten Mittleren Westen nach Grand Detour, um den Besuchern eines der ältesten Handwerke der Welt sowie ihr persönliches Können zu präsentieren. Wer nicht nur zuschauen möchte, kann erstmals auch selbst probehalber den Schmiedehammer schwingen. Zahlreiche weitere historische Gewerke wie Korbflechter, Trapper und Besenmacher sind ebenfalls vor Ort vertreten, um die historischen Fertigkeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das „Hammer In“ findet an beiden Veranstaltungstagen von 9 bis 16 Uhr statt, der Eintritt beträgt 5 US-Dollar. Allgemein hat die John Deere Historic Site von März bis Dezember bei freiem Eintritt montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Touren durch die Fabrik in Moline finden von Montag bis Freitag dreimal täglich statt, eine Anmeldung spätestens 48 Stunden vorher ist notwendig. Der John Deere Pavilion hat montags bis samstags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags von 12 bis 16 Uhr. Weitere Informationen sowie Anmeldung für die Fabriktouren unter www.visitjohndeere.com.

(IAM)

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