News Ticker

Violine von der Titanic in Sonderschau

An den Kapellmeister gebunden aus dem Atlantik geborgen

Das Titanic Museum Pigeon Forge. - Foto: Titanic Pigeon Forge Das Titanic Museum Pigeon Forge. - Foto: Titanic Pigeon Forge

Bis zum bitteren Ende spielte auf der Titanic die Musik. Die Violine, die mit dem  umgekommenen Kapellmeister aus dem Meer geborgen wurde, ist vom 5. Juni bis 14. August in Pigeon Forge im amerikanischen Südstaat Tennessee zu sehen.

In einer Sonderausstellung zeigt das Titanic-Museum im amerikanischen Südstaat Tennessee die Violine des Kapellmeisters Wallace Hartley. „Sie spielten bis zuletzt”,  berichtete die überlebende Passagierin Charlotte Collyer. Das Instrument wurde zehn Tage nach dem Untergang, in seiner Tasche an den toten Musiker gebunden, aus dem Wasser geborgen. Es handelt sich um das mit 900.000 britischen Pfund am teuersten jemals versteigerte Fundstück vom Unglücksschiff.  Die Violine ist Teil des regulären Museumsbesuchs. Darüber hinaus werden geführte VIP-Sondertouren angeboten.

Das Titanic-Museum eröffnete im Jahr 2010 im Ferienort Pigeon Forge vor der Bergkulisse der Great Smoky Mountains. Der Nachbau der vorderen Hälfte des Ozeanriesen in halber Originalgröße zeigt echte Fundstücke, die nach dem Untergang im Jahr 1912 auf dem Wasser trieben, darunter Decksessel und Schwimmwesten.

Der Eigentümer John Joslyn war 1987 mit der zweiten Titanic-Expedition per U-Boot zum Wrack auf den Meeresboden des Atlantischen Ozeans hinab getaucht. Dieses Erlebnis ließ ihn nicht mehr los. Im Bundesstaat Missouri baute er dann seine erste Titanic. Dort ist die Violine seit dem 7. März und noch bis zum 29. Mai zu sehen. Die jüngere Museums-Titanic in Pigeon Forge ist ebenso groß, besitzt aber mehr Ausstellungsfläche.

Die Violine des Kapellmeisters Wallace Hartley, an den toten Musiker gebunden aus dem Meer geborgen, ausgestellt in einer Sonderschau des Titanic Museum Pigeon Forge. - Foto: Titanic Pigeon Forge

Die Violine des Kapellmeisters Wallace Hartley, an den toten Musiker gebunden aus dem Meer geborgen, ausgestellt in einer Sonderschau des Titanic Museum Pigeon Forge. – Foto: Titanic Pigeon Forge

Der Ferienort Pigeon Forge liegt am Rande des meistbesuchten Nationalparks der USA, Great Smoky Mountains. Hier ragen die höchsten Gipfel des felsigen Appalachengebirges empor. Der Themenpark Dollywood, betrieben vom Country-Star Dolly Parton, bietet neben Achterbahnen und Südstaatenküche auch viel Musik und zeigt altes Kunsthandwerk aus den Bergen: vom Wagenbau über die Glasbläserei bis zum Schmieden. Auch ist Pigeon Forge berühmt für seine 13 großen Show-Theater, davon viele mit Shows im Broadway-Stil, und für ausgefallene Attraktionen. So präsentiert sich das Wissenschaftsmuseum Wonderworks als ein aufs Dach gestelltes Haus.

Das Titanic-Museum empfiehlt, rechtzeitig online zu reservieren. Der Eintritt kostet 28 Dollar, für Kinder von 5 bis 12 Jahren 10 Dollar. Die geführte VIP-Tour zur Sonderausstellung mit Ausnahme-Fotogenehmigung täglich um 8.30 Uhr kostet 60,00 Dollar für Erwachsene und 20,00 Dollar für Kinder.

(IAM)

 

%d Bloggern gefällt das:
Advertisment ad adsense adlogger