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„Tour de Pittsburgh“

Die Stadt Pittsburgh will ihr Radwegenetz in zehn Jahren verdreifachen und investiert auch kurzfristig in eine sicherere Verkehrsinfrastruktur

Auf der Great Allgeheny Passage unterwegs. - Foto: Betsy Manderino Auf der Great Allgeheny Passage unterwegs. - Foto: Betsy Manderino

Ein Reiseziel per Rad zu erkunden lag schon länger im Trend – aber auch unter US-Bürgern erfreut sich der Drahtesel im Zuge der Corona-Krise wachsender Beliebtheit. Das Radwegenetz in Pittsburgh soll sich nun laut Beschluss des Stadtrates binnen zehn Jahren verdreifachen – momentan kann die Metropole im US-Bundesstaat Pennsylvania schon mit 150 Kilometern Radwegen und Radspuren im normalen Straßenverkehr punkten. Dafür wählte die der Interessensverband „PeopleForBikes“ Pittsburgh für das Jahr 2020 unter die Top 20 Fahrrad-freundlichsten Städte der USA. Kurzfristig wird bis Ende des Jahres auch eine letzte Lücke in Downtown Pittsburgh geschlossen, die Radler bisher zu einem kleinen Umweg bei der Fahrt auf der Great Allegheny Passage (GAP) zwang. Der bekannte Radwanderweg führt auf 540 Kilometern durch vier Staaten, vom Point State Park in Downtown Pittsburgh bis nach Washington D.C.

Entlang der Great Allegheny Passage (GAP)
Die einzigartige Kombination aus Natur und Geschichte zieht jährlich über eine Million Radler auf die Great Allegheny Passage. Das leicht zu befahrene Wegenetz gliedert sich in zwei Teile: Die GAP beginnt am Point State Park, im Zentrum Pittsburghs wo die Flüsse Allegheny und Monongahela den Ohio River bilden und erreicht nach zirka 240 Kilometern Cumberland, Maryland. Dort schließt sich der Chesapeake & Ohio Kanal (C&O Canal Towpath) an, der dann auf 300 Kilometern über Harpers Ferry, Virginia in die US-Hauptstadt Washington D.C. führt. Im dichten Straßengewirr von Downtown Pittsburgh wird nun mit einer zweispurigen Bike-Lane zwischen Stanwix Street und Point State Park eine letzte Lücke geschlossen um die GAP Strecke durch Pittsburgh angenehmer und sicherer zu machen. Davon profitieren nicht nur Fahrradtouristen, sondern auch mehr als 1200 Bike-Pendler, die laut Stadtverwaltung täglich in der Innenstadt unterwegs sind.

Neuer Bike-Masterplan für die nächsten 10 Jahre
Langfristig hat sich Pittsburgh große Ziele für umweltfreundlichere Mobilitätsalternativen und vor allem sichere Straßen für alle Verkehrsteilnehmer, ob Einheimische oder Besucher, gesetzt: Binnen zehn Jahren sollen insgesamt knapp 200 Kilometer an eigenständigen, abgetrennten Fahrradwegen und nochmals 43 Kilometer Fahrradspuren auf den Straßen neu geschaffen werden. Schon jetzt sind die knapp 40 Kilometer Radwege allein entlang der Flüsse, bei Besuchern beliebt und auch wichtige Routen für Pendler. Zusätzlich sollen zahlreiche  verkehrsberuhigte  Abschnitte für mehr Sicherheit und verbesserte Mobilität für Bewohner mit unterschiedlichen Einkommensniveaus sorgen: So könnten nicht nur Touristen angenehmer bummeln und die multi-kulturellen Stadtviertel von Pittsburgh mit dem Fahrrad entdecken, auch der tägliche Einkauf wäre für Einheimische dann eher zu Fuß oder per Rad zu meistern.

Ein erfolgreiches Vorbild ist sich Pittsburgh selbst: Der letzte 10-Jahres Bike-Masterplan aus dem Jahr 1999 weitete die Fahrradinfrastruktur von anfänglich nur 17, auf beachtliche 150 Kilometer Wegenetz aus. Belohnt wurden die Anstrengungen von der Interessensvertreter-Vereinigung PeopleForBikes, ansässig in Colorado, die in regelmäßigen Abständen US-Städte auf ihre Fahrradfreundlichkeit hin untersucht und Pittsburgh für das Jahr 2020 von vormals Platz 170, auf Platz 20 hob.

Weitere Informationen unter www.visitpittsburgh.com/willkommen

(IAM)

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