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Sieben Tage in Anchorage

Pendeln zwischen Wildnis und City-Life

Anchorage vor den Chugach Mountains. - Foto: Jody O Photos Anchorage vor den Chugach Mountains. - Foto: Jody O Photos

Anchorage ist nicht irgendeine Stadt in den USA – sie ist die einzige Metropole in Alaska sowie Start und Ziel internationaler Flüge und zahlreicher Natur-Erlebnisse. Sieben Tage für Bärenbeobachtungen, Gletscherwanderungen oder eine Fahrt mit der Alaska Railroad versprechen enge Kontakte mit der Wildnis des 49. US-Bundesstaates. Wer dann noch Lust hat, mehr über Land und Leute zu erfahren, besucht das Anchorage Museum und das Alaska Native Heritage Center und am Abend eines der trendigen Restaurants in der Stadtmitte.

Bergwanderung auf den „Hausberg“
Der Flattop Mountain erhebt sich gleich hinter der östlichen Stadtgrenze von Anchorage. Ein Trail, der als leicht bis mittelschwer gilt. Man sollte mehrmals eine Rast einlegen – nicht nur zum Verschnaufen, sondern um die fantastische Aussicht auf die Stadt und den Cook Inlet zu genießen. Wer einen Wochentag wählt, kann auf ruhigen Pfaden marschieren.

Alaska Wildlife und Conservation Center
Am südlichen Ende des Turnagain Arms, etwa eine Autostunde von Anchorage entfernt, liegt das Alaska Wildlife und Conservation Center (AWCC), eine der größten Besucherattraktionen Alaskas. Dieser Wildpark ist kein Zoo. Seit 1993 ist das 65 Hektar große Gelände für verwaiste und verletzte Wildtieren eine vorübergehende oder permanente Heimat. Derzeit beherbergt das AWCC 170 Tiere: Bären, Elche, Hirsche, Karibus, Kojoten, Wölfe, Bisons, Moschusochsen, ein Adler und andere in Alaska beheimatete Tierarten leben unter Bedingungen, die der freien Wildbahn sehr ähnlich sind. Auf dem Rückweg sollte man einen Abstecher nach Girdwood machen und mit einer Gondel auf den Mount Alyeska fahren.

Zum Bärenbeobachten zu den Brooks Falls
Man kennt die Bilder: Braunbären stehen auf den Stufen der Brooks Wasserfälle und essen sich an Lachsen satt, die ihnen förmlich ins Maul springen. Die Brooks Falls befinden sich im Katmai Nationalpark, rund 500 Kilometer südöstlich von Anchorage. Mehrere Veranstalter bieten vom Wasserflughafen am Lake Hood Tages-Flugexkursionen zum Bärenbeobachten an. Allein der Flug u. a. über das aktive Vulkangebiet des „Tals der 10.000 Rauchsäulen“ ist spektakulär. Ranger bereiten die Besucher auf Begegnungen mit den braunen Riesen vor. Das große Fressen an den Fällen lässt sich aus nächster Nähe von zwei Aussichtsplattformen aus beobachten.

Mit der Alaska Railroad mitten hinein in die Natur
Was für ein erfreulicher Anblick, wenn der blau-gelbe Zug auftaucht! Besonders erlebnisreich ist die Strecke von Anchorage in Richtung Süden entlang des Turnagain Meeresarms. Die Fahrt führt durch die majestätische Bergwildnis bis in das 200 Kilometer entfernte Hafenstädtchen Seward oder bis zum Spencer Glacier. In Richtung Norden bietet sich ein Tagesausflug nach Talkeetna an, ein sympathisches Hippiestädtchen mit herrlichem Blick auf Nordamerikas höchsten Berg, den Denali. www.alaskarailroad.com

Eiswandern auf dem Matanuska Gletscher
Ein einzigartiges Alaska-Abenteuer erleben man bei dieser geführten Wanderung entlang des Matanuska Gletschers – des größten mit einem Fahrzeug erreichbaren Gletschers in Alaska! Blaue Schmelzwasserseen, beeindruckende Eisformationen und tiefe Gletscherspalten machen diese Exkursion sehr spannend. Das Matanuska-Susitna-Tal ist spektakulär umrahmt von drei Bergketten – der Alaskakette, dem Talkeetna-Gebirge und dem Chugach-Gebirge. Ein Guide sorgt für alle Sicherheitsvorkehrungen.

Schiffstour durch den Prince William Sound
Vom Städtchen Whittier aus geht es durch eine wilde, verschlungene Fjordlandschaft mit 26 Gletschern, die großenteils ins Meer kalben. Es ist immer wieder ein ergreifender Moment, wenn Doppelhaus-große Brocken von den Eiswänden abbrechen und mit Getöse ins Meer stürzen. Bei dieser mehrstündigen Tour lassen sich Vogelkolonien, Seeotter, Delfine und Buckelwale beobachten.

(IAM)

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