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Seattle feiert große Wiedereröffnung des Nordic Museum

Eine der am meisten erwarteten kulturellen Eröffnungen des Jahres wird einen ganzen Monat lang zelebriert

Das Leben der Nordländer wird im Nordic Museum dargestellt.- Foto: Visit Seattle Das Leben der Nordländer wird im Nordic Museum dargestellt.- Foto: Visit Seattle

Am 5. Mai feierte das ehemalige Nordic Heritage Museum nach fast 40 Jahren den Umzug in ein imposantes, eigens dafür errichtetes Gebäude. Das neue Nordic Museum liegt im Herzen von Seattles Hafenviertel und skandinavischer Enklave Ballard und erstreckt sich ab sofort auf mehr als 5.000 Quadratmeter – eine große Veränderung nicht nur in Bezug auf Kapazitäten, sondern auch in Sachen Design: Von der Form des Gebäudes über die Ausstellungen bis hin zum geführten Besuchserlebnis steht alles im Zeichen der Kultur und Landschaft der fünf nordischen Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Noch bis zum 1. Juni können Urlauber zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Nordic Seattle besuchen, die über die ganze Metropole verteilt stattfinden – von experimentellem Rock bis hin zu klassischer Musik, Film, Theater, Literatur, Technik und Wirtschaft.

Das Nordic Museum beeindruckt bereits von außen mit vielen Glasfronten und eleganten, schlichten Streben aus Zink. In Zusammenarbeit mit dem renommierten finnischen Architekten Juhani Pallasmaa hat das lokale Architekturbüro Mithun am Design des 45 Millionen Dollar umfassenden Neubaus gearbeitet. Beim Betreten des neuen Gebäudes treffen die Besucher auf ein Atrium mit einer dramatisch ansteigenden und markanten Deckenkonstruktion, die an einen Fjord erinnert. Hinzu kommen verwinkelte Wände, die einen zickzackförmigen Gang bilden, der sich durch das gesamte Museum zieht.

Gäste erwarten neben interessanten Sonderausstellungen über den Friedensnobelpreisträger Fridtjof Nansen sowie zu zeitgenössischer nordischer Kunst auch eine beeindruckende Hauptausstellung: Nordic Journeys zeichnet 12.000 Jahre nordischer und nordisch-amerikanischer Geschichte nach und zeigt nicht nur Artefakte aus eigenen Sammlungen, sondern auch mehr als 100 Objekte, die als Leihgaben von Museen in den Vereinigten Staaten und den Nationalmuseen aller fünf nordischen Länder angeboten wurden. Für das Design der Ausstellung wurde Ralph Appelbaum Associates beauftragt. Das Unternehmen hat bereits das neue National Museum of African American History and Culture, das Newseum und das US Holocaust Memorial Museum in Washington DC mitgestaltet. Kleine Brücken verbinden die einzelnen Ausstellungen und laden dazu ein, zwischen den nordischen und nordisch-amerikanischen Exponaten zu wechseln.

„Jeder Achte im Bundesstaat Washington verfügt über eine nordische Abstammung. Mit unserem Museum möchten wir einen Ort für alle schaffen“, so Eric Nelson, CEO des Nordic Museum. „Das neue Museum ist ein Fenster in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der nordischen und nordisch-amerikanischen Erfahrungen und Ideen.“

Das Leben der Skandinavier im Laufe der Zeit. - Foto: Visit Seattle

Das Leben der Skandinavier im Laufe der Zeit. – Foto: Visit Seattle

„Während wir unser neues Museum eröffnen, möchten wir die gesamte Stadt, ihre Einwohner und Besucher mit Veranstaltungen erreichen und die unglaubliche Vielfalt an Kunst, Kultur und Innovation aufzeigen, die die nordische Region heute prägen“, fügt Nelson hinzu. „Wir freuen uns, mit so vielen Organisationen in Seattle und darüber hinaus zusammenzuarbeiten, um die Stadt im Monat Mai in eine nordische Region zu verwandeln.“

Das komplette Line-Up des Nordic Seattle Event-Monats umfasst insgesamt acht Musikveranstaltungen – von der dänischen Punkrockband Iceage über die skandinavisch geprägte Singer-Songwriterin Chelsea Wolfe bis hin zum schwedischen Jazztrompeter Oskar Stenmark und viele mehr. Hinzu kommen außerdem fünf literarische Veranstaltungen, eine Reihe von fast einem Dutzend Filmen auf dem Seattle International Film Festival, Live-Theater-, Familien- und Kinderveranstaltungen sowie eine große Technologie- und Innovationskonferenz.

Weitere Informationen über das Nordic Museum unter www.nordicmuseum.org und zum Veranstaltungskalender von Nordic Seattle unter www.nordicmuseum.org/nordic-seattle.

(IAM)

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