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Renwick Gallery des Smithsonian American Art Museum feiert Wiedereröffnung mit neuer Ausstellung

Gabriel Dawe Plexus. - Foto: Conduit Gallery/Ron Blunt Gabriel Dawe Plexus. - Foto: Conduit Gallery/Ron Blunt

 

Die Renwick Gallery des Smithsonian American Art Museum in Washington, D.C. feiert ihre Wiedereröffnung nach umfassenden Renovierungsarbeiten mit der Debut-Ausstellung „WONDER“: Seit dem 13. November 2015 sind die beeindruckenden Installationen von neun führenden zeitgenössische Künstlern – Jennifer Angus, Chakaia Booker, Gabriel Dawe, Tara Donovan, Patrick Dougherty, Janet Echelman, John Garde, Maya Lin und Leo Villareal – für sechs Monate in dem historischen Museumsgebäude zu sehen.

Jeder Künstler hat für die Ausstellung unterschiedliche Räume der Renwick Gallery genutzt, um eine durch diese Räumlichkeiten inspirierte Installation zu kreieren. Obwohl sich alle Werke voneinander unterscheiden, verbindet sie das gemeinsame Interesse der Künstler, überlebensgroße Installationen aus ungewöhnlichen Werkstoffen herzustellen. Karteikarten, Murmeln, Holzleisten – die außergewöhnlichen Objekte bestehen aus alltäglichen Materialien, die so gewöhnlich sind, dass sie meist nicht bewusst wahrgenommen werden. Aber zu Kunstwerken zusammengesetzt, erzeugen sie etwas ganz Besonders, das den Besucher ins Staunen versetzt.

John Grade Renwick Wonder. - Foto: Smithsonian American Art Museum/Ron Blunt

John Grade Renwick Wonder. – Foto: Smithsonian American Art Museum/Ron Blunt

Regenbögen aus Nähgarn und Glasmurmeln als Gezeitenbild der Chesapeake Bay
So verbindet Gabriel Dawe tausende Polyerster-Nähfäden zu einer Welle aus Farben und Licht, die sich wie ein Regenbogen vom Boden zur Decke schwingt. Jennifer Angus bedeckt die Wände der Galerie mit geometrischen Figuren, die an kunstvolle Tapeten oder Textilien erinnern, jedoch aus schimmernden, präparierten Insekten bestehen. John Grade hingegen hat aus 500.000 Teilen wiederverwertetem Zedernholz eine Hemlock-Tanne nachgebildet. Als Vorlage diente ihm ein Gipsabdruck jener Tanne, die mit rund 150 Jahren ungefähr so alt ist wie die Renwick Gallery selbst. Maya Lin imitiert mit grünen Glasmurmeln auf Boden und Wänden die Gezeiten der Chesapeake Bay – das größte Flussmündungsgebiet der USA, das sich unweit von Washington, D.C. befindet.

Kollektion zu zeitgenössischem Kunsthandwerk und dekorativer Kunst
Die Renwick Gallery war das erste Gebäude in den USA, das explizit als Kunstmuseum erbaut wurde, und ist seit 1972 Teil der Smithsonian Institution in Washington, D.C. Die Galerie beheimatet die Kollektion zu zeitgenössischem Kunsthandwerk und dekorativer Kunst des Smithsonian American Art Museums – eine der hochwertigsten und umfangreichsten Kollektionen ihrer Art. Nach einer zweijährigen Renovierungsphase kann die Renwick Gallery nun wieder täglich von 10 bis 17.30 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. Informationen zu den aktuellen Ausstellungen unter http://renwick.americanart.si.edu.

(IAM)

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