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Nostalgische Momente auf dem Mississippi

Mit der Creole Queen den Mississippi erkunden. - Foto: NOCVB Mit der Creole Queen den Mississippi erkunden. - Foto: NOCVB

Mit 3.778 Kilometern gehört der Mississippi in den USA zu den längsten Flüssen der Erde. Früher war der Strom ein wichtiger Handelsweg, heute können Touristen den Fluss mit Schaufelraddampfern erobern. Egal, ob bei einer „Dinner Cruise“ mit der Natchez oder der Creole Queen oder bei einer mehrtägigen Kreuzfahrt mit der American Queen Steamboat Company – das Erlebnis sollte man auf keinen Fall verpassen.

Der südliche Teil des Mississippi, zwischen New Orleans und Memphis, ist der Fluss der Legenden, des Jazz und des Blues, der jahrhundertealten Eichen, der imposanten Südstaatenplantagen und der eleganten Herrenhäuser. Dazu gehört Mark Twain ebenso wie die Oldtimer der Flüsse: die Mississippi-Raddampfer. Im 19. Jahrhundert dienten sie zum Baumwolltransport, heute sind sie luxuriöse Schiffe für Flusskreuzfahrten. Noch dampfend, aber leise und gemütlich bringt beispielsweise die American Queen ihre Gäste über diesen gewaltigen Strom durch eine endlos grüne Landschaft. Es gibt kaum eine entspanntere Art zu reisen.

Flusskreuzfahrten auf dem Mississippi erfreuen sich inzwischen immer größerer Beliebtheit. Nach Einstellung der Reiseangebote des Schaufelraddampfers Delta Queen im Jahr 2008 befahren seit Frühjahr 2012 die Schiffe der American Queen Steamboat Company den „Old Man River“. Die Reederei hat mit ihren weltweit einzigen authentischen Kreuzfahrt-Raddampfern ganzjährig Fahrten mit drei bis zwölf Übernachtungen im Angebot. Je nach Jahreszeit und Route – neben dem Mississippi werden der Ohio und Tennessee River befahren – stehen dabei wechselnde Themen wie „Mardi Gras“, „Blues & Barbecue“ oder „Elvis Tribute“ auf dem Programm.

Zur Flotte gehören mittlerweile drei Schaufelraddampfer im Stil des 19. Jahrhunderts mit moderner Ausstattung: die American Queen, die American Empress und – der Neuzugang – die American Duchess, die unter anderem New Orleans ansteuert. Dieser Schaufelraddampfer ist ausschließlich mit Suiten ausgestattet – den größten auf dem Mississippi River – und befördert insgesamt 166 Gäste. Die Antrittsfahrt der American Duchess fand am 14. August 2017 von New Orleans bis Oak Alley und zurück statt. Darauffolgend gibt es ab sofort bis zum Herbst sechzehn weitere Fahrten auf der Strecke New Orleans – Memphis. Während die American Empress hauptsächlich im Pazifischen Nordwesten der USA unterwegs ist, kreuzt das größte Schwesternschiff, die American Queen, mit 222 Kabinen auf fünf Decks und Platz für 436 Passagiere, ebenfalls auf dem Mississippi umher, und sorgt mit edler viktorianischer Ausstattung, kulinarischen Köstlichkeiten und einem ansprechenden Unterhaltungsprogramm für nostalgische Momente.

Die Natchez bahnt sich ihren Weg. - Foto: NOCVB

Die Natchez bahnt sich ihren Weg. – Foto: NOCVB

Die Broschüre der American Queen Steamboat Company kann auf der Website https://www.americanqueensteamboatcompany.com heruntergeladen werden. Sie beinhaltet eine Übersicht der Routen und Themen der drei luxuriösen Schaufelraddampfer für das laufende und kommende Jahr. Das Programm der American Queen Steamboat Company ist auch bei vielen deutschen Reiseveranstaltern buchbar.

Eine weitere Möglichkeit, den Mythos Mississippi zu erkunden, ist eine Ausflugsfahrt mit dem Schaufelraddampfer – ein authentisches Erlebnis, das bei keinem New-Orleans-Aufenthalt fehlen sollte. Kommt noch Live-Musik dazu, zum Beispiel auf einer der abendlichen „Jazz Cruises“, fühlt man sich tatsächlich wie im Film. Neben landestypischer Küche genießt man bei der „Dinner Cruise“ – vorzugsweise mit seiner/seinem Liebsten – einen romantischen Sonnenuntergang. Anlegestelle für die Natchez ist zentral am Moon Walk gegenüber des Jackson Square gelegen. Die Anlegestelle der Creole Queen befindet sich etwas weiter südlich am Riverwalk.

Zur Geschichte
Die ersten Schaufelraddampfer wurden in Europa und den USA bereits Ende des 18. Jahrhunderts erprobt. Den ersten kommerziellen Erfolg feierte der Amerikaner Robert Fulton, der 1807 einen Schiffspassagierdienst mit dem Raddampfer „Clermont“ auf dem Hudson River einrichtete. Raddampfer waren anfangs vor allem auf Flüssen und in geschützten Gewässern unterwegs. Nach dem Vorbild der „Clermont“ wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch in Europa die ersten Dampfschiffe in Betrieb genommen.

Vor allem in den USA kamen ab Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr Dampfschiffe zum Einsatz. Legendär sind bis heute Raddampfer wie die Natchez, die auf dem Mississippi unterwegs waren. In der Blütezeit machten allein im Hafen von New Orleans jährlich bis zu 35.000 Dampfer fest.

(IAM)

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