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Katahdin Woods and Waters Nationalmonument wird erstes internationales Lichtschutzgebiet der amerikanischen Ostküste

Blick auf die Milchstraße von der Katahdin Loop Road vom Stars Over Katahdin Punkt. Foto: John T. Meader Blick auf die Milchstraße von der Katahdin Loop Road vom Stars Over Katahdin Punkt. Foto: John T. Meader

Das Katahdin Woods and Waters Nationalmonument im US-Bundesstaat Maine wurde von der International Dark Sky Association (IDA) zum International Dark Sky Sanctuary ernannt. Die Auszeichnung als sogenanntes Lichtschutzgebiet oder Sternenpark würdigt den außergewöhnlich natürlich dunklen Nachthimmel des Monuments, der heutzutage eine Seltenheit ist und als besonders schützenswertes Gut betrachtet wird. Katahdin ist das erste Schutzgebiet seiner Art in Maine und in der Region Neuengland.

Eine Feier zur Ernennung ist für den 12. September 2020 geplant. Die Veranstaltung wird einen Einblick in den dunklen Himmel des Monuments und die Erhaltungsmaßnahmen des National Park Service und der International Dark Sky Association ermöglichen. Sollte eine persönliche Veranstaltung zu diesem Zeitpunkt aufgrund der COVID-19 Situation nicht möglich oder empfehlenswert sein, wird es alternativ eine virtuelle Veranstaltung geben.

„Wenn Sie hier den Nachthimmel erleben, werden Sie in die Zeit zurückversetzt, in der die Wabanaki Ureinwohner vor 11.000 Jahren das erste Mal den Nachthimmel erlebten, und in die Zeit der vielen Menschen, die seitdem in ihre Fußstapfen getreten sind, darunter John James Audubon, Henry David Thoreau, Theodore Roosevelt und andere“, erklärte Katahdin Woods and Waters Superintendent Tim Hudson.

Ein natürlich dunkler Nachthimmel mit minimaler Lichtverschmutzung steht im Einklang mit dem größeren Ziel des Nationalmonuments: den Schutz und die Bewahrung der außergewöhnlichen Natur mit ihren Bergen, Wäldern und Wasserwegen, die Katahdin ausmachen. Der atemberaubende Nachthimmel der Region zeigt Sterne, Planeten und gelegentlich sogar Polarlichter, aber das sind nicht die einzigen Aspekte, die das Gebiet so malerisch und interessant machen. Auch die vielfältige Geologie, Vegetation und Tierwelt ziehen die Besucher in ihren Bann.

Das Katahdin Woods and Waters Nationalmonument wurde 2016 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama ins Leben gerufen, um die außergewöhnliche Natur- und Kulturlandschaft der Wälder im Norden von Maine zu schützen. Auf einer Fläche von über 300 km² erstreckt sich eine faszinierende und artenreiche Flora und Fauna im Penobscot County mit Bergen, Wäldern und Flüssen, die bereits vor 11.000 Jahren den Stämmen der Wabanaki und Penobscot als Nahrungsquelle und Handelswege dienten. Noch heute ist der Penobscot River für die Nachfahren der Ureinwohner ein kulturell und spirituell bedeutender Ort.

Unterwegs auf dem Thoreau Wabanaki Trail. - Foto: Maine Office of Tourism

Unterwegs auf dem Thoreau Wabanaki Trail. – Foto: Maine Office of Tourism

Die einzigartige und unberührte Natur des Katahdin Woods and Waters National Monument diente auch Naturschützern, Künstlern und Schriftstellern wie Henry David Thoreau als Inspirationsquelle. In seinem Werk The Maine Woods von 1864 beschreibt er seine Erfahrungen, die er in der Wildnis von Maines Wäldern machte. Heute können Besucher dieses Abenteuer nachempfinden und sich auf dem Thoreau Wabanaki Trail auf seine Spuren begeben. Spektakuläre Ausblicke auf die malerische Landschaft verspricht auch eine Wanderung zum Gipfel des Barnard Mountain und vom Ufer des Millinocket Lake kann man einen beeindruckenden Blick auf den Mount Katahdin, der mit 1.605 m die höchste Erhebung in Maine ist, genießen.

Neben den vielfältigen Wandermöglichkeiten lockt das Katahdin Woods and Waters National Monument mit Outdooraktivitäten wie Kanufahren, Mountainbiken, Fischen oder Schneeschuhwanderungen. Wer es etwas gemütlicher angehen, aber nicht auf ein Naturerlebnis verzichten möchte, sollte sich mit dem Auto auf den 25 km langen Katahdin Loop begeben. Auf dieser Panoramastraße kann man an vielen Stellen anhalten, um die grandiose Aussicht zu genießen, zum Ufer des Penobscot River zu spazieren oder sich bei warmem Wetter in den etwas versteckt gelegenen Orin Falls abzukühlen. Wer Wildtiere beobachten möchte, kommt in den nördlichen Wäldern Maines ebenfalls auf seine Kosten, denn auch Elche, Hirsche, Marder, Rotluchse, Weißkopfseeadler und der bedrohte Kanadische Luchs sind hier beheimatet.

Weitere Informationen zum Katahdin Woods and Waters National Monument gibt es auf der Internetseite des National Park Service.

(IAM)

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