News Ticker

Neun Tage durch die eisige Tundra

Iditarod! Das härteste Hundeschlittenrennen der Welt

Ceremonial Start am 3. März in Anchorage auf der 4th Avenue. - Foto: Cathryn Posey/Visit Anchorage Ceremonial Start am 3. März in Anchorage auf der 4th Avenue. - Foto: Cathryn Posey/Visit Anchorage

Es ist wieder soweit! Wer den Klassiker unter den Hundeschlittenrennen erleben will, muss den weiten Weg nach Alaska auf sich nehmen. Am 3. März startet in Anchorage, Alaskas einziger Metropole, das berühmteste und härteste Hundeschlittenrennen der Welt: der Iditarod. Neun Tage benötigen die besten Musher mit ihren Hundeschlittenteams für die rund 1800 Kilometer lange, mörderische Strecke von Anchorage bis nach Nome an der Beringsee.

Man nennt es „The Last Great Race“: Das Iditarod-Hundeschlittenrennen ist in der Tat eine der größten Herausforderungen für Tier und Mensch an Kondition und Durchhaltevermögen. Jedes Jahr am ersten März-Wochenende machen sich die Schlittenhundeführer, sogenannte Musher, mit ihren zwölf bis 16 Hunden von Anchorage auf ihren langen Weg – begleitet von Eis, Wind und Kälte. Nach rund 1800 Kilometer und zwei Dutzend Checkopints erreichen sie das Ziel in Nome.

Spannend ist für Besucher und Zuschauer der Ceremonial Start in Anchorage am Samstag, 3. März. Auf der mit Schnee präparierten 4th Avenue im Stadtzentrum geht es in die Nachbargemeinde Eagle River. Begleitend zum Iditarod-Start lockt der Fur Rendezvous, Anchorages großer Winterkarneval. Die Hundeteams werden anschließend nach Wasilla gebracht, wo tags darauf das eigentliche Rennen gestartet wird.

75 Hundeschlittenteams sind diesmal für den Start gemeldet, 20 Prozent der Musher sind Frauen. Einer, den man immer auf der Rechnung der Favoriten haben muss, ist der Schweizer Martin Buser, der mit 21 Jahren nach Alaska auswanderte Er hat den Iditarod schon vier Mal als Sieger beendet. Es ist sein 35. Iditarod. Martin Buser: „Die härteste Phase beginnt nach fünf Tagen. Dann machen sich Kälte und Schlafmangel schmerzlich bemerkbar. Es gibt für uns Musher eigentlich keine echte Pause. Bei den Stopps hat man alle Hände voll zu tun mit der Zubereitung des Futters, mit Massieren der Hunde. Man beginnt zu halluzinieren. Das Rennen ist eine Grenzerfahrung. Umso größer die Euphorie, wenn das Ende naht.“

Wie kam es dazu?
Das Iditarod-Rennen geht auf ein tragisches Ereignis zurück: 1925 wurde unter den Einwohnern des Orts Nome an der Beringstraße – vorwiegend Goldsucher – Diphtherie diagnostiziert. Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit, um die benötigte Medizin von Anchorage nach Nome zu schaffen. In einem Staffellauf transportierten insgesamt 20 Musher mit über 100 Hunden das Serum ans Beringmeer. Der Norweger Gunnar Kaasen und sein Leithund Balto erreichten am 2. Februar 1925 ihr Ziel. Das Serum rettete viele Leben.

(IAM)

%d Bloggern gefällt das:
Advertisment ad adsense adlogger