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Manitobas X-Akte

UFO Sichtung am Falcon Lake

UFO Tour auf der Falcon Beach Ranch. - Foto: Travel Manitoba UFO Tour auf der Falcon Beach Ranch. - Foto: Travel Manitoba

Es war der 19. Mai 1967, als die Welt von Stephen Michalak auf den Kopf gestellt wurde. Der junge Mann aus Winnipeg wollte eigentlich nur für ein paar Tage im nahegelegenen Whiteshell Provincial Park im Südwesten Manitobas Urlaub machen. Die Gegend kannte er bereits gut durch frühere Besuche. Michalak hatte von Quartzgängen in der Nähe des Falcon Lake gehört und sich an jenem Tag bereits früh am Morgen auf den Weg gemacht, um das kostbare Mineral abzubauen. Kurz nach seiner Mittagspause gegen 12.00 Uhr hörte er plötzlich ein Geräusch, das sich wie das grunzende Schnattern von Gänsen anhörte. Als er nach oben schaute, sah er zwei zigarrenförmige Flugobjekte, die in feuerrotem Schein erstrahlten.

Je näher sie der Erde kamen, desto mehr schien ihre Form oval zu sein. Eines der Objekte stoppte in der Luft, während das andere auf einem großen Felsen etwa 50 Meter von Michalak entfernt landete. Nach einiger Zeit wechselte das noch schwebende Flugobjekt seine Farbe – es wurde grau und entfernte sich durch die Wolken in Richtung Westen. Auch das Objekt auf dem Felsen wurde zunächst grau und leuchtete dann schließlich in einer Farbe, die an glühenden Edelstahl erinnerte. Aus seinem Inneren strömten lilafarbene Strahlen. Aufgrund seiner Arbeit mit dem Quartz trug Michalak eine Schutzbrille, so dass er nicht geblendet werden konnte. Das Objekt roch nach  Schwefel und machte ein summendes Geräusch. Etwa 30 Minuten lang beobachtete der Mann die Szenerie, als sich plötzlich eine Luke öffnete und er erkennen konnte, dass das Innere des Flugobjektes hell erleuchtet war. Mutig trat er einige Schritte näher heran und konnte plötzlich Stimmen vernehmen. Da Michalak dachte, das Objekt sei ein experimentelles Fluggerät, versuchte er zunächst, auf Englisch in Kontakt zu treten. Keine Antwort. Ebenso wenig in anderen Sprachen. Nervös trat er an die geöffnete Luke und sah im Inneren des Flugobjektes ein Armaturenbrett und Lichter. Unvermittelt schloss sich die Luke wieder. Michalak erkannte rund um das Objekt eine bunte Glasschicht, die in sehr gutem Zustand war. Er versuchte, sie zu berühren, aber sein Schutzhandschuh schmolz und die Hitze verletzte seine Hand.

Leise trat nun eine metallisch aussehende Box voller Löcher aus dem Objekt hervor, die an einen gitternetzähnlichen Auspuff erinnerte. Durch eine dampfende Explosion wurde ein gasförmiger Stoff in seine Richtung ausgestoßen. Sofort fing die Kleidung des Mannes Feuer. Als das Objekt schließlich hinter dem anderen herflog, war Michalak wieder alleine. Mit Mühe und Not gelang es ihm, das Feuer zu löschen. Er hatte Schmerzen, ihm war übel und er bemerkte, dass ein metallischer Geruch von ihm ausging. Als er später in einem Krankenhaus untersucht wurde, stellten die Ärzte fest, dass er zwar verwirrt und benommen, aber bei vollem Verstand war. Auf seiner Brust befanden sich ovale Brandwunden mit einem gitternetzähnlichen Muster. Im Laufe der nächsten Monate plagten ihn Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Schwellungen und Ohnmachtsanfälle. Die Ärzte diagnostizierten jedoch, dass er frei von „signifikanter mentaler oder emotionaler Krankheit“ war. Michalak starb im Jahr 1999 im Alter von 83 Jahren.

Die Geschichte von Stephen Michalak und seiner übernatürlichen Begegnung am Falcon Lake stellt die Naturgesetze auf den Kopf. Sie ist weltweit eine der glaubwürdigsten und am besten dokumentierten Fälle von UFO Sichtungen und wird von den meisten Ufologen als echt eingestuft.

Auch heute noch machen sich neugierige Besucher und Alien-Forscher am Falcon Lake auf den Weg, um die vermeintlichen UFO Spuren vor Ort persönlich unter die Lupe zu nehmen. Die Landestelle aus dem Jahr 1967 liegt gut versteckt tief im borealen Wald auf einer felsigen Lichtung und ist auf eigene Faust nur schwierig zu finden. Devin und Kendra Imrie, Besitzer der nahegelegenen Falcon Beach Ranch, bieten mit ihrer UFO Tour jedoch einen geführten Ausritt zum berüchtigten Ort der Sichtung an.

Die Tour führt durch die einzigartige Landschaft des Whiteshell Provincial Parks. Auf dem Pferderücken geht es durch den Wald, über hügelige Felsvorsprünge und ebene Flächen, auf denen die Pferde ins Trab wechseln können. Birken, Kiefern und viele kleine Seen säumen den Weg. Nach etwa 45 Minuten geht es schließlich zu Fuß weiter. Über eine Lichtung erreichen die Teilnehmer die offene und felsige Stelle, an der Michalak im Jahr 1967 die UFOs gesehen hat. Hier wird nun aus dem Nähkästchen geplaudert. Die Tour Guides erzählen die Geschichte der unheimlichen Begegnung und reichen Bilder von Michalaks Strahlungswunden und Abbildungen des UFOs herum. So manch ein Teilnehmer kann seine eigenen kleinen Ungereimtheiten der dritten Art beitragen. Zurück auf der Ranch werden schließlich die letzten Alien-Geschichten und Verschwörungstheorien bei einem rustikalen Lagerfeuer ausgetauscht. Akte X lässt grüßen…!

Weitere Informationen über die gesamte Provinz Manitoba gibt es unter www.travelmanitoba.com.

(IAM)

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