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Lufthansa kommt der UFO in zentralen Punkten entgegen

Streiks des Kabinenpersonals abgewendet

Ein Streik der Flugbegleiter ist abgewendet. - Foto: Lufthansa Ein Streik der Flugbegleiter ist abgewendet. - Foto: Lufthansa

Lufthansa ist der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) erneut in zentralen Punkten einen Schritt entgegen gekommen, um einen Streik im Sinne ihrer Kunden abzuwenden. Auf Basis des neuen Angebots der Lufthansa sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Bis Mitte Juli soll es keine Streiks der UFO geben.

Das Angebot sieht vor, dass Lufthansa die Übergangsversorgung auch für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in des Kabinenpersonals gewährt. Dabei wird eine realistische Verzinsung der Beiträge von 5,5 Prozent angenommen. Eigenbeträge können erforderlich werden, wenn zum Beispiel die unterstellte Rendite nicht erreicht wird. Die Dotierung der Übergangsversorgung für Neueinstellungen in diesem Tarifvertrag ist zunächst auf eine Beitragszeit von zehn Jahren garantiert. Anschließend werden die Tarifparteien auf der Basis der dann vorliegenden gesellschaftspolitischen Situation und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens neu über das weitere Vorgehen beraten und verhandeln. Zusätzlich hat Lufthansa angeboten, dass Mitarbeiter die länger arbeiten, ihre nicht in Anspruch genommene Übergangsversorgung nutzen können, um betriebliche Altersversorgungsleistungen zu erhöhen. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem heutigen System und ermöglicht es Mitarbeitern, das Leistungsniveau der betrieblichen Altersversorgung gegenüber heute sogar zu steigern.

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Für die betriebliche Altersversorgung sind sich Lufthansa und UFO einig, das System von einem Defined Benefit auf ein Defined Contribution System umzustellen. Dieser Wechsel von einer festen Leistungszusage bei der Altersversorgung, hin zu einem definierten Beitrag, der sich dann am Kapitalmarkt verzinsen soll, würde die Zinsrisiken für Lufthansa bei der Altersversorgung reduzieren. Lufthansa hat angeboten, die Beiträge, die sie für die Altersversorgung der Kabinenmitarbeiter bereitstellt, ebenfalls auf Basis einer Rendite von 5,5 Prozent, zu berechnen. Bei Erreichen dieser realistischen Rendite soll das heutige Leistungsniveau erreicht werden können. Andernfalls werden Eigenbeiträge der Mitarbeiter notwendig.

Neben den Versorgungsthemen wird sich Lufthansa mit der UFO in einem Workshop in der ersten Julihälfte über weitere Themen austauschen. Gegenstand dieses Workshops sollen Arbeitsplatzsicherungs- und Entwicklungsmaßnahmen für die Kabinenmitarbeiter sowie das im Februar von Lufthansa angebotene „Bündnis für Wachstum und Beschäftigung“ sein. Dabei soll die aktuelle Wettbewerbssituation des Konzerns berücksichtigt werden. Nach erfolgreichen Abstimmungen bei diesem Workshop hat UFO in Aussicht gestellt, ganz von Streikmaßnahmen abzusehen.

„Wir haben der UFO erneut ein deutlich verbessertes Angebot zur Umstellung der Alters- und Übergangsversorgung vorgelegt, um wieder in den Gesprächsmodus zu kommen. Ich bin überzeugt, dass wir auf dieser Basis zu einer Lösung gelangen können. Wir müssen die Versorgungssysteme nachhaltig finanzierbar halten. Gleichzeitig haben wir ein Angebot gemacht, mit dem die Kabinenmitarbeiter bei Lufthansa auch in Zukunft eine absolute Top-Versorgung erhalten“, sagt Dr. Bettina Volkens, Vorstand Personal & Recht der Deutschen Lufthansa AG.

(Lufthansa)

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