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Lufthansa Innovation Hub startet Kompensationsplattform „Compensaid“ und setzt auf CO2-neutrale Flugkraftstoffe

Auch beim Fliegen auf den Umweltschutz achten. - Foto: Lufthansa Auch beim Fliegen auf den Umweltschutz achten. - Foto: Lufthansa

CO2-neutrale, synthetische Kraftstoffe sind eine der vielversprechendsten Optionen, um die Zukunft des Fliegens klimaneutral zu gestalten. Ein industrieweiter, flächendeckender Einsatz scheitert bislang an der verfügbaren Menge und den hohen Kosten des innovativen Treibstoffes. Mit dem Start der neuen Kompensationsplattform „Compensaid“ (www.compensaid.de) ermöglichen es der Lufthansa Innovation Hub und die Lufthansa Group Reisenden ab sofort, ihre individuelle CO2-Bilanz durch den Einsatz von so genanntem Sustainable Aviation Fuel (SAF) auszugleichen. Für Fluggäste ist dies eine neue Möglichkeit der Kompensation, mit der sie ihren CO2-Ausstoß transparent mit SAF ausgleichen können.

„Fliegen bringt viel Positives in unsere Welt – es verbindet Menschen, überwindet kulturelle Grenzen, intensiviert Geschäftsbeziehungen und ermöglicht Interaktion über weite Distanzen hinweg. Fliegen hat aber auch negative Klimaeffekte, denen es nicht zuletzt auch aus einer digitalen Perspektive entgegenzuwirken gilt. Dabei kann jeder Einzelne aktiv werden: Mit ‚Compensaid‘ geben wir Reisenden ein Tool an die Hand, das aufzeigt, welchen Klimaeffekt ihre Flüge haben. Mit Hilfe innovativer Technologien wie nachhaltigem Treibstoff kann dieser signifikant reduziert werden“, erklärt Gleb Tritus, Managing Director Lufthansa Innovation Hub.

„Compensaid“ verknüpft ein innovatives Trackingtool für Flüge aller Airlines weltweit mit einer Kompensationsplattform, die es ermöglicht, die persönlichen CO2-Emissionen unmittelbar auszugleichen. Reisende erhalten anschließend eine detaillierte Auswertung ihrer gesamten Reisehistorie, die neben Flugdistanz, Flugzeit, Destinationen auch die Effizienz des jeweiligen Flugzeugtypen, den individuellen Treibstoffverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen wiederspiegelt.

Für die CO2-Kompensation stehen Reisenden zwei Optionen zur Verfügung: Sie können erstmals fossile Flugkraftstoffe eins-zu-eins durch SAF ersetzen. Die Plattform berechnet dafür die Preisdifferenz zwischen SAF und fossilem Kerosin. Reisende, die bereit sind, diesen Aufpreis zu bezahlen, können damit ihren individuellen Kerosinverbrauch durch den weitgehend CO2-neutralen Treibstoff decken. Der Preis für das Kerosin wird weiterhin von der Lufthansa Group getragen. Das im Zuge des Kompensationsprozesses eingekaufte SAF kommt innerhalb von sechs Monaten auf Lufthansa Flügen zum Einsatz. Es handelt sich um die weltweit erste Onlineplattform dieser Art, die Endkunden eine transparente und schnell wirksame Möglichkeit gibt, mithilfe von alternativen Treibstoffen ihren CO2-Verbrauch beim Fliegen auszugleichen. Alternativ können Reisende mit „Compensaid“ ein Aufforstungsprojekt in Nicaragua unterstützen und damit die CO2-Emissionen ihres Fluges innerhalb der nächsten 20 Jahre binden.

Erster Partner von „Compensaid“ ist die Schweizer Klimaschutzstiftung myclimate, langjähriger Partner der Lufthansa Group im Bereich der freiwilligen CO2-Kompensation. Außerdem das Corporate Fuel Management der Lufthansa Group, dessen Treibstoff-Experten den zertifizierten alternativen Treibstoff global einkaufen und in den Lufthansa-Flugbetrieb einspeisen.

„Sustainable Aviation Fuel ist eine zukunftsweisende Möglichkeit, um die Herstellung nachhaltigen Kerosins zu unterstützen. Wir freuen uns, mit ‚Compensaid‘ eine innovative Plattform zu unterstützen, die Kunden erstmals ermöglicht, für ihre Flüge in weitgehend CO2-neutralen Treibstoff zu investieren“, so Thorsten Luft, Leiter des Treibstoffmanagements der Lufthansa Group.

Reisende können „Compensaid“ in der ersten Testversion seit Anfang August unter www.compensaid.de nutzen. Je nach Kundenzuspruch ist ein Ausbau des Partnernetzwerks für die Kompensation sowie die Ausweitung des Dienstes auf jegliche Fortbewegungsmittel und deren CO2-Emissionen geplant.

(IAM)

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