News Ticker

Instagram-Streifzüge durch Nordamerikas Metropolen

Teil IV: Schnappschüsse vom Mardis Gras und mehr – Instagram-würdige Motive in New Orleans

Zum Mardi Gras ist in der Stadt viel los. - Foto: NOCVB Zum Mardi Gras ist in der Stadt viel los. - Foto: NOCVB

Am 5. März erstrahlt ganz New Orleans in den Farben Grün, Gelb und Violett. Jedes Jahr zieht der traditionelle Südstaaten-Karneval Mardis Gras tausende Besucher aus aller Welt an. Aber auch abseits des bunten Treibens gibt es dort viel zu sehen: Die pulsierende Stadt am Mississippi begeistert mit verspielter Kolonialarchitektur, den altehrwürdigen Dampfschiffen und ihrem einzigartigen Jazz-Erbe, das noch heute von den Einheimischen gelebt wird. Vom Loews New Orleans Hotel, das nur einen Katzensprung vom Mississippi River entfernt liegt, lässt sich „The Big Easy“ super mit der Kamera erkunden.

New Orleans Arts District
Los geht die fotografische Tour gleich am Loews New Orleans Hotel: Die Piazza d’Italia im Arts District ist eine farbenfrohe Hommage an die italienische Gemeinschaft der Stadt – italienische “gloria di vita” inmitten von New Orleans. Kolonnaden, Bögen und ein Glockenturm sind um einen Brunnen herum angeordnet und verbreiten mediterranes Flair.

Nach diesem ersten Eindruck führt der Spaziergang weiter durch das historische Viertel, das auch als Warehouse District bekannt ist. Im 19. Jahrhundert wurden hier Produkte wie Getreide und Kaffee gelagert, die im Hafen der Stadt verschifft wurden. Heute ist der Arts District urban und hip: Man trifft sich auf kühle Drinks an Rooftop-Pools und besucht die zahlreichen Museen und Galerien, die dem Stadtquartier seinen Namen gaben.

Die besten Schnappschüsse entstehen, wenn  man sich einfach durch die bunten Straßen treiben lässt. Backsteingebäude mit kunstvollen Details und noch original gepflasterte Straßen bestimmen das Bild. Sogar die historischen Firmenlogos an den rauen Wänden sind teilweise erhalten. Fans des industriellen Loft-Stils sind hier richtig.

Mehr Informationen unter http://www.artsdistrictneworleans.com.

„Slow Tourism“ in New Orleans: die historischen Street Cars
Nicht die schnellste, dafür eine der charmantesten und bequemsten Arten, New Orleans zu erkunden, sind die historischen Street Cars. Seit über 150 Jahren gehören die roten und grünen Straßenbahnen zu den wichtigsten öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt. Verschiedene Linien verbinden Downtown New Orleans mit anderen Stadtteilen. Für eine typische NOLA-Aufnahme braucht man nur einzusteigen und die Kamera zu zücken, denn es geht vorbei an Eichen gesäumten Straßen, imposanten Stadtvillen oder entlang des Mississippis. Nur zehn Minuten Laufweg vom Loews New Orleans Hotel entfernt fahren die St. Charles Street Cars ab, die älteste Linie der Stadt. Eine einfache Fahrt kostet nur knapp über einen Dollar.

Weitere Informationen hier: https://www.neworleans.com/plan/transportation/streetcars/

Jazzbands und Dampfschiffe
Der fotografische Streifzug führt weiter zum Flussufer. Der Mississippi ist einer der meistbefahrenen Flüsse der Welt und die Promenade ist ebenso lebhaft: Straßenkünstler bannen die bunte Stadt auf Leinwand, während Jazzbands den typischen „NOLA“-Soundtrack spielen – schließlich ist die Metropole am Mississippi die Wiege des Jazz.

Beeindruckend und genauso typisch wie der New Orleans Jazz sind die riesigen Dampfschiffe, die in den traditionellen amerikanischen Farben Rot, Blau und Weiß geschmückt sind. Wimpel und Fähnchen wehen auf diesen riesigen Palästen aus Stahl und Glas – das Steamboat Natchez ist ganze sechs Stockwerke hoch und heute das einzige Ausflugsdampfschiff, das noch über den Fluss schippern darf. Der Blick vom Wasser auf die bunte Stadt und die verwobenen Dächer des French Quarter ist ebenso reizvoll wie an Land.

Weitere Informationen unter: www.steamboatnatchez.com

Natürlich muss ein Besuch im French Quarter auf der To-Do-Liste stehen, wenn man New Orleans besucht. - Foto: Paul Broussard

Natürlich muss ein Besuch im French Quarter auf der To-Do-Liste stehen, wenn man New Orleans besucht. – Foto: Paul Broussard

Historisches Must-See: French Quarter
Von der Anlegestelle des Steamboat Natchez aus taucht man in das wohl berühmteste Viertel der Südstaaten-Metropole ein: das French Quarter. Der französische und spanische Kolonialstil ist hier allgegenwärtig: Die schmiedeeisernen, verschnörkelten Balkone, mit üppigen Grünpflanzen dekoriert, sollte jeder, der in NOLA weilt, einmal mit der Kamera einfangen. Hier laden tagsüber Kunst- und Antiquitätenläden zum Stöbern ein. Bester Pausensnack für #Foodlover: leckere Beignets im Café du Monde am French Market. Diese Südstaaten-Leckerei ist quasi ein Donut ohne Loch in der Mitte, und dick mit Puderzucker bestäubt.

Sobald es dunkel wird, lebt das Viertel richtig auf. Dann öffnen hier die Restaurants, Herren-Clubs und Blues Bars ihre Türen und zahlreiche Partygänger lassen sich durch die Straßen treiben. Während unten die Live-Bands spielen und das bunte Treiben seinen Höhepunkt erreicht, schießt man von einem der Balkone oder Terrassen von oben die besten Bilder.

Mehr Informationen gibt es hier: www.neworleans.com/plan/neighborhoods/french-quarter

St. Louis Cathedral und Jackson Square
Im Herzen des pulsierenden French Quarters erhebt sich die weiße St. Louis Cathedral wie das Disney-Schloss mit ihren drei Türmen zwischen der bunten Kolonialarchitektur. Die Kathedrale ist ebenfalls ein beliebtes Motiv: Sie diente bereits als Drehort zahlreicher Filme und darf somit in der Instagram-Timeline nicht fehlen. Der angrenzende Jackson Square ist ein einziges großes Open-Air-Künstleratelier. Hier versammeln sich täglich Porträt- und Landschaftsmaler, die bei einem Café au lait die Vielfältigkeit der Stadt auf ihrer weißen Leinwand festhalten.

Mardis Gras in New Orleans
Was in Deutschland Fasching oder Karneval ist, feiern die Einwohner von New Orleans als Mardis Gras. Bereits im Januar ziehen die Paraden durch die Straßen der Stadt, und die Häuser sind häufig in den typischen Farben des Karnevals geschmückt: in Grün, Gelb und Violett. Die Menschen feiern in ihren schillernden Kostümen mit Perlen und Federn ausgelassen auf den Straßen und zu den Klängen der Blasorchester. Zurück geht die Tradition des Mardi Gras auf die französischen Einwanderer, die den Fasching aus Europa mitbrachten. Was als gesellschaftliches Ereignis mit eleganten Bällen begann, findet heute überwiegend draußen statt und lädt alle Schichten ein, Teil dieser großen Party zu sein. Wer seine Kamera dabei hat, muss auf das passende Motiv nicht lange warten: Geschmückte Wagen, Marschbands und die Menschen in ihren exotischen Kostümen verbreiten vor Ort und im Instagram-Feed gute Laune.

Weitere Informationen und Termine unter www.mardigrasneworleans.com

Insidertipp von Karen Gilsdorf, New Orleans Tourism Office Deutschland:

„Auf die kleinen Dinge kommt es an“
Wenn man durch New Orleans läuft, entdeckt man als erstes die wunderschöne Architektur, die ausgelassen Menschen, die Gerüche der Straßen und die Musik, die die Luft durchzieht. Aber wenn man sich Zeit nimmt und mal ganz genau hinsieht, bemerkt man die „Kleinigkeiten“, die der Stadt diesen besonderen Charme verleihen. Wenn ich in New Orleans einmal Zeit für mich habe, gehe ich gerne in die anderen Viertel der Stadt, nicht immer nur das French Quarter (obwohl ich mich daran wohl niemals satt sehen kann). Beim letzten Mal bin ich mit der St. Charles Streetcar in Richtung Uptown gefahren und hatte mir vorgenommen, die Freret Street einmal entlang zu laufen. Tolle Restaurants, kleine Geschäfte, Bücherläden, Fahrradshops, Cafés, Schönheitssalons und noch viel mehr konnte ich auf meiner Strecke entdecken. Überall lauerte ein schönes Motiv für meine Kamera. Ich hatte wirklich viel Spaß. Am Ende meines Spaziergangs war ich auch an der Endstation der Straßenbahn angekommen, die ich nach einer kleinen Erfrischung wieder zurück in Richtung French Quarter nahm.

(IAM)

%d Bloggern gefällt das:
Advertisment ad adsense adlogger