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Heiß auf Eis – und mehr: Schlemmerparadies Seattle

Eiscremetrucks erfreuen sich einer langen Tradition. - Foto: Blue Bird Microcreamery & Brewery Eiscremetrucks erfreuen sich einer langen Tradition. - Foto: Blue Bird Microcreamery & Brewery

Bis vor einiger Zeit gab es in Seattle nur einige Sorten Speiseeis zu kaufen – und die meisten davon waren lediglich im Supermarkt erhältlich. Doch in den letzten Jahren erlebte die Eiscreme-Kultur in der Emerald City einen gewaltigen Aufschwung. So entstanden in vielen Stadtteilen Eisdielen, die sich der Herstellung qualitativ hochwertiger Geschmackssorten widmeten und sich heute großer Beliebtheit erfreuen. Aber auch Coffee Shops, Bäckereien und selbst Microbreweries bieten neben Kaffeespezialitäten und selbstgebackenen Kuchen auch gefrorene Leckereien aus eigener Produktion an. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ice Cream Float mit selbstgebrautem Bier probiert?

Adria Shimada ist eine der Ersten, die diese neue Eiscreme-Kultur nach Seattle gebracht hat: in ihrem Parfait Ice Cream Truck, einer fahrenden Eisdiele, verkaufte sie zunächst ihr selbst hergestelltes Bio-Eis aus regionalen Zutaten wie Minze vom Bauern und Honig vom Imker nebenan. Schon bald expandierte sie und eröffnete eine Eisdiele im Viertel Ballard, in der die passionierte Bäckerin nicht mehr nur Eiscreme, sondern auch frische Teigwaren anbietet. Das Besondere: hier kombiniert man gern beides miteinander – so entstehen köstliche Spezialitäten wie Eiskrem-Sandwiches aus Keksen und Eis, Eispralinen aus Schokoladenbonbons gefüllt mit Haselnusseis, sowie verschiedenste Eistorten und weitere kreative Kombinationen. Das vielfältige Eissortiment umfasst neben Geschmacksrichtungen wie salziges Karamell, Rosmarin-Pinienkern, Schokolade-Erdnussbutter, Minze-Stracciatella und Earl Grey auch vegane Eissorbets wie Himbeere, Birne-Vanille und Schokolade. Die Krönung bildet übrigens die hausgemachte warme Sauce in den Geschmacksrichtungen Schokolade und Karamell.

In der Bluebird Microcreamery & Brewery kann man den sogenannten „Pint” gleich auf zwei Arten bestellen: Zum einen als selbstgemachte Eiscreme mit bekannten Zutaten aus der Gegend wie dem Caffe Vita Kaffee oder der Theo Schokolade. Zum anderen als großes Glas Bier, das in der hauseigenen Brauerei hergestellt wurde. Für Experimentierfreudige: Die in den USA so beliebten Ice Cream Floats, einer Kombination aus Limonade und Eiscreme lassen sich hier auch hervorragend mit Bier genießen. Für weniger Mutige gibt es natürlich auch Limonade vom Fass. Und auch Veganer dürften hier nicht enttäuscht werden: Einige Eissorten werden mit Kokos- oder Mandelmilch produziert und sind wirklich empfehlenswert!

Das Dessert- und Spieleparadies Full Tilt Ice Cream eröffnete seinen ersten Standort in White Center zwischen Seattle und Burien, und verzeichnet mittlerweile weitere Dependancen in verschiedenen Stadtteilen von Seattle. Das Konzept: in einem fröhlichen Ambiente mit Flipper-Automaten und Musik kann man sich ausgefallene Eissorten wie Thai Iced Tea und Mango Chili oder Eis am Stiel schmecken lassen. Der Laden dient zugleich als Treffpunkt in der Nachbarschaft mit ausgeprägtem Gemeinschaftssinn. Eine Eissorte wurde zu Ehren der Grungeband Mudhoney aus Seattle benannt – als speziellen Dank dafür gab es ein Konzert der Band in einem der Shops. Auch kreierte Full Tilt die Sorte „Not-Its Mint“, in Bezug auf die Indie-Rockband Not-Its, die die Eisdiele mit ihrem Song „Full Tilt“ unvergesslich gemacht haben.

Eis schmeckt immer und bei jeder Temperatur. - Foto: Molly Moon´s Ice Cream

Eis schmeckt immer und bei jeder Temperatur. – Foto: Molly Moon´s Ice Cream

Hinter den sechs Molly Moon’s Eisdielen steckt tatsächlich eine Molly. Ihr Nachname lautet allerdings Neitzel und sie ist eine Geschäftsfrau, die im Nonprofit-Bereich arbeitete, bevor sie auf die Idee kam, einen Ort für die Nachbargemeinschaft zu schaffen, wo man sich austauschen und gemeinsam Eis essen kann, das aus regional angebauten Zutaten hergestellt wird. Auch engagiert sie sich weiterhin sozial: Die Sorte „Scout Mint“ wird unter anderem mit Thin Mints (Schoko-Pfefferminzkekse mit Schokoladenüberzug) hergestellt, die von den Pfadfinderinnen in der Gegend verkauft werden. Der Erlös dieser sogenannten Girl Scout Cookies dient sozialen Projekten in der Region. Molly Neitzel eröffnete außerdem einen Eisladen in der Keksbäckerei Hello Robin am nördlichen Ende von Capitol Hill. Weitere Molly Moon’s Eisdielen finden Sie in den Stadtvierteln Wallingford, Madrona, Queen Anne, Ballard und University Village. Die Geschmackssorten passen sich der jeweiligen Jahreszeit an und beinhalten zum Beispiel Honig-Lavendel, Erdbeere-Balsamico und Stumptown Coffee, aber auch Klassiker wie Walnuss, Vanille oder Erdbeere.

(Seattle & Washington State CVB)

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