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Fun Run auf der Historic Route 66

Sechs skurrile Orte an der Motherroad, die nicht verpasst werden sollten

Auf der Route 66 gibt es viel zu sehen. - Foto: Arizona Office of Tourism Auf der Route 66 gibt es viel zu sehen. - Foto: Arizona Office of Tourism

Auf der Route 66 steht mit dem Fun Run 2018 wieder eine bunte Party an. Über 800 Fahrzeuge werden vom 4. bis 6. Mai auf dem längsten verbleibenden Stück der originalen Route 66 eine Strecke von 225 Kilometern zurücklegen. Teilnehmen können Fahrzeuge aller Art und Altersklassen – egal ob Busse, Wohnmobile, Sportwagen, Kombis oder Muscle Cars. Seit dem Jahr 1988 wird die Rallye bereits veranstaltet und zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Die Autoparade startet in Seligman und macht zunächst Halt in Kingman. Am Sonntagmorgen geht es weiter durch die bekannten Black Mountains nach Oatman. In der Stadt Topock wird die Veranstaltung schließlich mit der Siegerehrung und dem Abschiedsempfang beendet. Doch auch wenn nicht gerade der Fun Run über die Route fegt, sind die teils skurrilen Orte entlang der „Motherroad“ immer einen Besuch wert. Wir stellen sechs vor, die nicht verpasst werden sollten.

Seligman
Der Fun Run startet in Seligman, einem kleinen Ort mit gerade einmal 450 Einwohnern, dessen Kern entlang der „Motherroad“ liegt. Seligman gilt als Geburtsstätte der historischen Route 66, denn der noch in der Gemeinde lebende Friseur Angel Delgadillo setzte sich entscheidend für den Erhalt der Straße ein. Er trug viel dazu bei, die Nostalgie und den Ruf der alten Route 66 wiederzubeleben. Ein Besuch in Angels Friseursalon, der heutzutage vor allem als Souvenirladen dient, ist daher Pflicht. Gleich nebenan lockt Delgadillo’s Snow Cap, ein nostalgischer Diner, der berühmt ist für sein „Cheeseburger mit Cheese“.

The Grand Canyon Caverns
Folgt man der Straße Richtung Peach Springs, treffen die Reisenden auf ein Hotel der besonderen Art. Wer einmal mehr als 60 Meter tief unter der Erde übernachten möchte, der ist in The Grand Canyon Caverns richtig. Die gesamte Höhle besitzt absolut keine Luftfeuchtigkeit und ist als größter Komplex dieser Art einmalig in den gesamten USA. Es befinden sich keine Lebewesen wie Spinnen oder Fledermäuse in der Höhle. Auf einem Podest wartet ein komplett möbliertes Hotelzimmer auf die Gäste. Sofa, Fernseher, Bücherregal sowie Schallplattenspieler sorgen für Unterhaltung und ein Badezimmer gehört natürlich ebenfalls zur Ausstattung. Aber Vorsicht: Angeblich soll in der über 65 Millionen Jahre alten Höhle noch immer eine Kreatur aus prähistorischer Zeit ihr Unwesen treiben.

Hackberry
Die nächste Überraschung auf der Route 66 ist der wiedereröffnete General Store der ehemaligen Silberminenstadt Hackberry. Was auf den ersten Blick wie eine alte Tankstelle aussieht, verwandelt sich, je näher der Besucher kommt, in ein wahres Sammelsurium aller nur erdenklichen Erinnerungen an die gute alte Zeit. Das ganze Ambiente wirkt wie aus einem alten Roadmovie.

Lebendige Geschichte entlang der Route 66. - Foto: Arizona Office of Tourism

Lebendige Geschichte entlang der Route 66. – Foto: Arizona Office of Tourism

Kingman
Die Stadt Kingman ist zwar recht überschaubar, doch das Route 66 Museum im alten „Powerhouse“ gewährt spannende Einblicke in die Anfangszeit der Straße sowie die Siedlungsgeschichte der USA. Gleichzeitig veranschaulicht es in einer zweiten Ausstellung die Entwicklung der Elektromobiliät anhand zahlreicher Exponate. Wer bei dem Museumsbesuch hungrig geworden ist, kann anschließend bequem über die Straße schlendern und im ikonischen Mr. D’z Route 66 Diner wie in einem 60er Jahre Film speisen.

Oatman
Ein weiteres Highlight entlang der historischen Straße ist die ehemalige Goldgräberstadt Oatman in den Black Mountains. Durch seine Lage an der Route 66 blieb dem Ort das Schicksal vieler anderer Minenstädte erspart, die nach dem Ende des Goldrausches zu Geisterstädten verfielen und vergessen wurden. Heute ist Oatman ein beliebter Treffpunkt für Biker, Touristen und Abenteurer aus aller Welt. Doch nicht mehr das Gold zieht sie an, sondern die vielen historischen Gebäude und die berühmten wilden Esel, „Burros“ genannt, die in der Stadt frei herumlaufen. Sie stammen von Lasteseln ab, die von ihren Besitzern einst freigelassen wurden, nachdem sie nicht mehr gebraucht wurden. Überall gibt es Karotten und Eselfutter zu kaufen, damit die Touristen die Tiere füttern können.

Topock
Der Fun Run und damit auch unsere Tour enden in dem Städtchen Topock, das besonders für Bootsausflüge ein beliebtes Ziel ist, da es am Colorado River liegt. Bekanntheit erlangte es außerdem aufgrund seiner Old Trails Arch Bridge, die in der Eröffnungssequenz des Films Easy Rider gezeigt wurde.

(IAM)

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