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Frank Lloyd Wrights Architektur zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt

Repräsentiert wird das Schaffenswerk des Stararchitekten durch acht einzigartige Bauwerke – darunter auch das Taliesin West in Scottsdale

Viele Gebäude gelten heute noch als futuristisch. - Foto: Experience Scottsdale Viele Gebäude gelten heute noch als futuristisch. - Foto: Experience Scottsdale

Das World Heritage Committee hat bei seiner 43. Tagung in Baku, Aserbaidschan, die für das 20. Jahrhundert prägende Architektur Frank Lloyd Wrights zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Dies schließt acht seiner bedeutendsten Werke aus 50 Jahren Karriere mit ein – darunter auch das Taliesin West, Wrights Winterwohnsitz in Scottsdale.

Weltweit gibt es mehr als 1.000 Welterbe-Stätten. Auf die USA fallen inklusive Wright-Architektur allerdings nur 24 Stück. In Arizona freut man sich daher besonders, neben dem Grand Canyon und Tucson als UNESCO City of Gastronomy, mit dem Taliesin West eine
weitere UNESCO World Cultural Heritage Site im Bundesstaat zu haben.

Das Taliesin West wurde 1937 fertiggestellt und ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern gleichzeitig auch ein persönlicher Rückzugsort des Stararchitekten gewesen, der heutzutage einen intimen Einblick in sein Leben erlaubt. Viele seiner Ideen entstanden an diesem abgeschiedenen Ort in der Wüste Arizonas. An Taliesin West wird Wrights Verständnis von organischer Architektur deutlich, die im Wechselspiel mit ihrer Umgebung steht – aus der richtigen Perspektive wirkt das Bauwerk wie die Augenbrauen des Bergs. „Taliesin“ ist Walisisch und bedeutet „strahlende Augenbrauen“. Doch das Gebäude war für den Künstler mehr als nur eine Winterresidenz. Es beherbergte zudem seine Architekturschule. Auch heutzutage ist das Gebäude Hauptsitz der Frank Lloyd Wright School of Architecture.

Neben dem Taliesin West finden sich sieben weitere Bauwerke in dem UNESCO-Ensemble wieder:
– Unity Temple, Oak Park
– Frederick C. Robie House, Chicago
– Taliesin , Spring Green
– Hollyhock House, Los Angeles
– Fallingwater , Mill Run
– Herbert und Katherine Jacobs House , Madison
– Solomon R. Guggenheim Museum, New York

Diese acht Gebäude spielten eine herausragende Rolle bei der Evolution der modernen, amerikanischen Architektur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und üben ihren Einfluss bis heute aus. Die UNESCO bewertet die internationale Bedeutung eines potenziellen Weltkulturerbes aufgrund seines „Outstanding Universal Value“, der sich in der Wright-Serie in drei Attributen manifestiert. Erstens ist es eine Architektur, die auf funktionale und emotionale Bedürfnisse reagiert und durch geometrische Abstraktion und räumliche Manipulation erreicht wird. Zweitens ist die Gestaltung der Bauwerke grundlegend in den Formen und Prinzipien der Natur verwurzelt. Drittens handelt es sich um eine Architektur, die auf sich verändernde amerikanische Lebensumstände reagiert.

Die Wright-Nominierung wurde seit mehr als 15 Jahren angestrebt und ist das Ergebnis einer koordinierten Zusammenarbeit zwischen der Frank Lloyd Wright Building Conservancy, den nominierten Standorten und unabhängigen Wissenschaftlern.

(IAM)

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