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Fort Worth (nicht nur) für Viehtreiber, Extremsportler und Pianisten

Fort Worth Stock Yards. - Foto: FWCVB Fort Worth Stock Yards. - Foto: FWCVB

Breitkrempige Hüte und hohe Stiefel, Lassos und Sporen – der Mythos „Cowboy“ verbreitete sich innerhalb einer nur kurzen Zeitspanne weltweit. In den Jahren von 1860 bis 1880 wurden etwa 20 Millionen Rinder aus Texas von Cowboys auf den sogenannten Cattle Drives in den Norden getrieben. Und das wird 2017 in Fort Worth mit einem ganz besonderen Jubiläum zelebriert. Aber auch Sportfanatiker dürfen sich auf ein großes Event im Mai freuen, das in Fort Worth seine Premiere feiert. Ebenfalls im Wonnemonat zieht der Van Cliburn Piano Competition Fans der klassischen Musik von überall her an.

Musikalisch hoch her geht es vom 25. Mai bis 10. Juni in der Bass Performance Hall in Fort Worth. Der Van Cliburn International Piano Competition ist ein internationaler Musikwettbewerb für Klavierspieler, der seit 1962 alle vier Jahre in Fort Worth ausgetragen wird – zu Ehren des Musikers Van Cliburn. Seit 1977 gehört der Wettbewerb sogar zur World Federation of International Music Competitions.

Namensgeber Van Cliburn spielte bereits im Alter von 4 Jahren Klavier. Mit 13 Jahren gewann er einen lokalen Wettbewerb in Texas, ein Jahr darauf den ersten Preis beim National Music Festival in der New Yorker Carnegie Hall. 1958 gewann der 23-jährige Texaner in der Zeit des Kalten Krieges den ersten Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau und wurde über Nacht weltberühmt. Seine bekannteste Einspielung war das erste Klavierkonzert von Tschaikowski. Die Aufnahme verkaufte sich 1961 mehr als eine Million Mal, was bis dahin noch keinem anderen Werk aus dem Bereich der klassischen Musik gelungen war.

Wer keine Zeit hat, live vor Ort zu sein, kann sich die Übertragung live im Internet anschauen. Unter www.cliburn2017.medici.tv gibt es über 110 Stunden Live-Performances, Interviews und Blicke hinter die Kulissen. #cliburn2017

Konzerten in einer der schönsten Hallen in Texas lauschen. - Foto: Fort Worth CVB, Cowgirl Hall of Fame & Museum

Konzerten in einer der schönsten Hallen in Texas lauschen. – Foto: Fort Worth CVB, Cowgirl Hall of Fame & Museum

Am 21. Mai 2017 geht in Fort Worth ein neues sportliches Highlight an den Start, denn an diesem Tag findet zum ersten Mal der Tri Fort Worth Triathlon statt, bei dem man die schönsten Seiten von Fort Worth beim Schwimmen, Radfahren und Laufen kennenlernen kann. Gestartet wird morgens um 6:45 Uhr am Marine Creek Lake, einem Paradies für Fitness-Enthusiasten. Weiter geht es mit dem Fahrrad auf flachem Terrain durch wunderschöne Landschaften im Norden von Texas. Die Ziellinie am Ende der Laufstrecke befindet sich in Downtown Fort Worth. Neben der vollen Distanz besteht auch die Möglichkeit, sich für die halbe Distanz anzumelden. Während sich die Teilnehmer der sportlichen Herausforderung hingeben, können sich Angehörige das Spektakel direkt am zuschauerfreundlichen Parcours ansehen oder das umfangreiche Angebot an Aktivitäten und Attraktionen in und um Fort Worth wahrnehmen.

In diesem Jahr feiert mit dem Chisholm Trail eine der legendärsten Viehtrieb-Routen seinen 150. Geburtstag – und Fort Worth feiert mit. So finden hier im Laufe des Jahres Ausstellungen passend zum Thema sowie Workshops, Vorlesungen und Theatervorstellungen für die ganze Familie statt. Ab 1. Juni veranschaulicht z.B. das Musical Spirit of the Trail im Orchard Theatre of Texas die Geschichte des Trails.

Die Chisolm-Trail-Ausstellung in den Fort Worth Stockyards. - Foto: Chisolm Trail Exhibition

Die Chisolm-Trail-Ausstellung in den Fort Worth Stockyards. – Foto: Chisolm Trail Exhibition

Einst führte der Chisholm Trail mitten durch das Herz des Mittleren Westens der USA. Zur Blütezeit zwischen 1867 und 1889 wurde er sogar als eines der „Wunder der Westlichen Welt“ bezeichnet. Seinen Namen verdankt der Trail dem Rancher und Händler Jesse Chisholm, einem Halbblut-Cherokee-Indianer, der den Weg erkundet und bekannt gemacht hatte. Einst erstreckte sich der Trail über 800 Meilen, fast 1300 Kilometer, von Südtexas über Fort Worth und weiter durch Oklahoma bis hinauf nach Kansas.

In Texas hält vor allem das Stockyards-Viertel in Fort Worth die Erinnerung an die Zeit der Viehtriebe wach. Dort veranstalten von der Stadt angestellte Cowboys sogar täglich kleine Cattle Drives durch die Straßen der Stockyards. Cowboys und Cowgirls stehen im Mittelpunkt zahlreicher Museen in Fort Worth, wie dem Cattle Raisers Museum, dem National Cowgirl Museum oder dem Sid Richardson Museum.

(IAM)

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