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Flucht aus der Sklaverei

Alton und Godfrey zeigen wichtige Stätten der Underground Railroad

Besucher in unterirdischem Fluchttunnel. - Foto: Visit Alton Besucher in unterirdischem Fluchttunnel. - Foto: Visit Alton

Doppelte Böden und unterirdische Tunnel: Der Weg in die Freiheit führte durch viele geheime Verstecke – Besondere Führungen im Februar und März 2015

Vom späten 18. Jahrhundert bis zum Ende des Bürgerkrieges und der Verabschiedung des 13. Verfassungszusatzes 1865 hatte sich in den USA ein System etabliert, mit dessen Hilfe Sklaven aus den Südstaaten zur Flucht verholfen wurde: die so genannte Underground Railroad. Freiwilliger Helfer versteckten dabei die Flüchtenden in ihren Häusern und sorgten dafür, dass sie weiter nach Norden reisen konnten. Vielen tausend Menschen wurde so ein Leben in Freiheit ermöglicht – ein nicht ungefährliches Unterfangen, denn die Sklavenhalter der Südstaaten ließen Flüchtlinge häufig verfolgen.

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Die Mississippi-Städtchen Alton und Godfrey im südlichen Teil von Illinois waren in jener Zeit wichtige Stationen auf der Underground Railroad, für viele ehemalige Sklaven sogar die ersten Orte auf ihrer Flucht. In dem benachbarten Staat Missouri war die Sklaverei noch erlaubt, während sie in Illinois schon damals verboten war. Im Februar und März 2015 finden mehrere geführte Bustouren statt, welche die Gäste zu wichtigen Stätten der Underground Railroad in beiden Orten bringen. Dabei werden Häuser und ihre Verstecke für die Flüchtenden gezeigt, zum Beispiel doppelte Fußböden und Wände, unterirdische Schächte oder hohle Ecknischen, in denen die ehemaligen Sklaven vor ihren Häschern verborgen wurden. Ein Versteck war zum Beispiel das Old Rock House in Alton, das zugleich auch Hauptsitz der Antisklavenbewegung war. Interessant sind auch die Elnos Apartments: Dort befindet sich in rund fünf Metern Tiefe ein Tunnelsystem, durch das die Flüchtlinge einst zu anderen Häusern gelangten. Besucht werden unter anderem auch die Kirche Rocky Fork sowie die Gedenkstätte für Elijah P. Lovejoy. Der Prediger und Journalist setzte sich Zeit seines Lebens vehement für ein Ende der Sklaverei ein und wurde 1837 von einem Lynchmob ermordet.

Die zweistündigen Fahrten finden am 14. und 21. Februar sowie am 7. und 28. März 2015 um jeweils 10 und 13 Uhr statt und kosten pro Person 25 US-Dollar. Weitere Informationen und Tickets gibt es online beim Verkehrsbüro Visit Alton auf www.visitalton.com.

(IAM)

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