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Florida surft auf der grünen Welle

Der Sunshine State präsentiert nachhaltige Naturerlebnisse

Captain Morgan genießt seinen Salat. - Foto: Turtle Hospital Captain Morgan genießt seinen Salat. - Foto: Turtle Hospital

Florida ist bekannt für weiße Sandstrände, eine einmalige Flora und Fauna sowie Sonnenschein pur. Damit auch nachfolgende Generationen die Vorzüge der Traumdestination genießen können, überbieten sich die Regionen Floridas gegenseitig mit ökologisch nachhaltigen Tourismusangeboten. Oberste Maxime dieser Projekte ist es, Besucher für einen sorgfältigeren Umgang mit den kostbaren Ressourcen zu sensibilisieren.

Die Everglades im Süden des Sunshine States werden oft als grünes Wahrzeichen Floridas bezeichnet. Die einzigartige Sumpflandschaft ist UNESCO Welterbe und zählt zu den vielfältigsten Öko-Systemen des ganzen Landes. Auf Grund des unterschiedlichen Salzgehaltes der Gewässer ist es auch der einzige Ort der Erde, an dem Alligatoren und Krokodile nebeneinander existieren. Eine nachhaltige Art und Weise, die Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden, sind die Touren zu Fuß. In Gummischuhen waten Abenteurer hier zum Teil hüfthoch durch die Landschaft und gewinnen unter der Leitung von erfahrenen Biologen seltene Einblicke in die Natur. Der Gruppenausflug mit maximal sechs Personen wurde vom Condé Nast Traveler zu einer der weltbesten Eco-Touren gewählt.

Für eine Mischung aus authentischem Abenteuer und ökologischem Naturerlebnis inklusive Lerneffekt sorgt in Sarasota das Non-Profit Öko-Tourismusprojekt ((ecko)) vom Science and Environment Council of Southwest Florida. Bereits in der Planungsphase wurde eine Vielzahl an Experten zahlreicher Umwelteinrichtungen zu Rate gezogen. Im Ergebnis sind nun verschiedene Touren über vier Nächte buchbar, welche auch nachhaltiges „Fine Dining“ beinhalten. Lokale Experten, Historiker sowie Marinebiologen und Botaniker führen durch die natürliche Vielfalt und zeigen überraschende Seiten von Floridas Golfküste. Bei der „Inspired Sarasota Bay“ Tour zum Beispiel entdecken Urlauber im Wassertaxi, auf dem Fahrrad oder im eigenen Kajak nicht nur die Region, sondern auch die beheimateten Delfine, Manatees, Rochen oder Pelikane. Kulinarisch beweist das „Farm-To-Table“ Konzept mit nachhaltig angebauten Köstlichkeiten aus der Region, dass es nicht immer Burger sein muss.

Wer glaubt, eine Kajak-Tour sei eintönig, der irrt und wird in der Region um Fort Myers eines Besseren belehrt. Die faszinierende und vielfältige Vegetation aus Mangrovenwäldern, die vorgelagerten Inseln sowie die exotische Tierwelt machen den Great Calusa Blueway zu einem absoluten Muss für Naturfreunde. Zu den besonderen Höhepunkten gehören Begegnungen mit Delfinen, denn die Golfküste verzeichnet eine hohe Population an großen Tümmlern. Hinzu kommen auch hier die Manatees, die oft neben den Paddlern herschwimmen. Auch der Pädagogik-Gedanke kommt nicht zu kurz: Besucher wandern auf den historischen Wasserwegen der Calusa Ureinwohner entlang der Küste, auf dem Caloosahatchee Fluss oder in den Buchten und Seitengewässern. Auf rund 300 Kilometern bietet der gut beschilderte Great Calusa Blueway verschiedene Routen, Parks, Bootsverleiher, Campingplätze, Restaurants, Unterkünfte und Attraktionen.

Eine ganz andere Idee für ökologischen Tourismus zu werben zeigen die Florida Keys dieses Jahr bereits zum dritten Mal. Beim Underwater Music Festival am 7. Juli 2018 im National Marine Sanctuary der Inselgruppe wird Musik über spezielle Lautsprecher für vier Stunden unter Wasser gespielt. Natürlich nicht irgendwelche Melodien, sondern Lieder, die zum Thema „Unter Wasser“ passen, beispielsweise Yellow Submarine von den Beatles und Captain Nemo von Sarah Brightman. Anlass ist der Schutz des größten lebenden Korallenriffs der kontinentalen USA unmittelbar vor den Florida Keys. Viele Taucher und Schnorchler kommen in Kostümen: Fische, Meerjungfrauen, Meeresbewohner oder Superhelden. Einige bringen auch „Musikinstrumente“ mit und performen in der Tiefe. Nur ein paar hundert Meter weiter im Turtle Hospital auf Marathon setzt man es sich seit 1986 zur Aufgabe, verletzte und kranke Meeresschildkröten zu retten, gesund zu pflegen und – nach Möglichkeit – wieder ins offene Meer zu entlassen. Sind die Schildkröten zu alt oder zu schwach, um in die Freiheit entlassen zu werden, finden sie im Turtle Hospital ein neues Zuhause. Bei geführten Touren dürfen Besucher den Mitarbeitern über die Schulter schauen und mehr über die Pflege und den Schutz der behäbigen Meeresbewohner lernen.

(IAM)

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