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Flanellhemd trifft auf Designermode

Neueste Ausstellung des MOHAI ermöglicht Zeitreise in Seattles modische Vergangenheit

Pumps im neuen Stil. - Foto: Visit Seattle Pumps im neuen Stil. - Foto: Visit Seattle

Es gibt keinen Mode-Moment, der mehr mit Seattle in Verbindung gebracht wird als der Grunge. Die charakteristischen karierten Hemden, die durch Bands wie Nirvana unsterblich wurden, standen in den 90er Jahren weltweit für die Alternative-Rock-Subkultur und sorgten für einen Ansturm auf Second-Hand-Läden, die sogenannten Thrift Shops. Doch nicht nur die karierten Flanellhemden prägten den Modegeschmack der Großstadtbewohner: Von Designermode über Outdoor-Kleidung bis hin zu Street-Fashion setzt Seattle noch heute Trends. Dies veranschaulicht auch die neueste Ausstellung des Museum of History & Industry (MOHAI). Mit Seattle Style: Fashion/Function ermöglicht das Museum Besuchern eine Zeitreise in die modische Vergangenheit Seattles. Vom 4. Mai bis zum 14. Oktober 2019 erfahren Besucher mehr darüber, wie Eleganz und Funktionalität in den Garderoben der Einwohner verschmolzen und wie viele unterschiedliche Stile Seattles Modegeschichte prägten.

Vier Ausstellungsbereiche beleuchten die wichtigsten Einflüsse auf die lokalen Modestile: So beschäftigt sich Nature and Place mit den Umwelteinflüssen und Kleidung, die für Outdoor-Abenteuer entwickelt wurde. Growth and Aspiration liefert Geschichten über die zunehmende Vielseitigkeit der Mode, als Seattle sich in eine Metropolregion verwandelte. Northwest Casual wirft einen ausführlichen Blick auf die Begeisterung für Freizeitbekleidung und die Führungsrolle Seattles in diesem Segment. Innovators and Rule Breakers feiert die rebellischen und kreativen Designer und Trendsetter dieser Region.

Ein schönes Kleid für den Abend. - Foto: Visit Seattle

Ein schönes Kleid für den Abend. – Foto: Visit Seattle

Clara Berg ist Collections Specialists for Costumes and Textiles und Kuratorin der Ausstellung Seattle Style: Fashion/Function, die seltene Kleidungsstücke und Accessoires von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute zusammenführt. Neben drei Videos, die sich mit dem Thema Sewn in Seattle beschäftigen, werden auch historische Aufnahmen früherer Modenschauen gezeigt. „Seattle ist reich an Geschichte um Bekleidungshersteller und Trendsetter“, sagt Berg. „Outdoor-Ausrüstung, Freizeitkleidung und Grunge sind mit wichtigen Teilen unserer Geschichte verbunden und hatten nationale und internationale Auswirkungen. Zudem gibt es in Seattle viele Geschichten über High Fashion – Menschen, die sie trugen, Geschäfte, die sie importierten, und Designer, die sie kreierten.“

Bis zum Ausstellungsende im Oktober finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die sich um nachhaltige Mode (Ethical Fashion – 8. Mai) oder die Reparatur alter Kleidungsstücke (Re-Fashion – 1. Juni) drehen. Wer einen Blick hinter die Kulissen und auf besondere Kleidungsstücke werfen möchte, die es aufgrund der begrenzten Fläche nicht in die Ausstellungsräume geschafft haben, der sollte sich eine geführte Tour mit Clara Berg (Behind the Seams – 11. Mai) nicht entgehen lassen. Der September steht ganz im Zeichen der Mode: Während des Seattle Style Month erwarten Urlauber in der gesamten Stadt verteilt Veranstaltungen, die der Mode gewidmet sind.

(IAM)

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