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Eintauchen in die Unterwasserwelt von Rhode Island

Auch unter Wasser macht der kleinste Bundesstaat der USA eine gute Figur

Begegnung mit einem Rochen in Rhode Island. - Foto: East Bay Dive Center Begegnung mit einem Rochen in Rhode Island. - Foto: East Bay Dive Center

Rhode Island ist zwar der kleinste Bundesstaat der USA, bietet jedoch großartige Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln. Überall findet man hier Tauchshops, die geführte Ausflüge für Anfänger und Fortgeschrittene bis hin zum sehr erfahrenen Taucher anbieten.

Beliebte Tauchspots
Zu den beliebtesten Tauchspots des „Ocean State“ gehören der Beavertail State Park und der Fort Wetherill State Park auf der Insel Conanicut in der Narragansett Bay. Der Fort Wetherill State Park ist eine ehemaliges militärisches Trainingslager und bekannt für eine spektakuläre Aussicht auf den Hafen von Newport und die Ostpassage der Narragansett Bay. Der Beavertail State Park kann auf eine bewegte Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg zurückblicken und verfügt über einen Leuchtturm, mit dessen Hilfe Schiffe ihre Waren in die Kolonien liefern konnten. Zum Tauchen sollte der Park nur bei ruhigem Wetter besucht werden, da sich an böigen Tagen die Surfer hier treffen und die Sicht dann unter Wasser meist schlecht ist. Die großartige Aussicht von den felsigen Klippen ist allerdings auch bei ungünstigen Tauchbedingungen einen Besuch wert.

Mit Haien tauchen
In den warmen Sommergewässern von Neuengland finden Taucher vor der Küste von Rhode Island einige der besten Tauchspots weltweit, um Blau- und Makohaie zu erleben. Mit einem Hai zu tauchen ist sicher einer der Höhepunkte im Leben eines Tauchers. Sie sind aufregend zu beobachten und ihr Adrenalin ist ansteckend.

Die Haisaison in Rhode Island dauert jedes Jahr von Juni bis August. Das Meer ist zu dieser Jahreszeit voller Leben und angefüllt mit Nahrung für die wandernden Haie. Viele Tauchanbieter führen Käfigtauchgänge durch, die eine sichere Begegnung mit den Raubfischen ermöglichen. Einige bieten jedoch als besonderen Nervenkitzel die Möglichkeit, mit Haien auch außerhalb des Käfigs zu schwimmen und zu tauchen und so die Welt der Tiere aus unmittelbarer Nähe zu erleben. Blau- und Makohaie sind bei diesen Tauchgängen am häufigsten anzutreffen, wobei der Makohai seltener vorkommt. An Bord der Schiffe lernen die Teilnehmer das Verhalten von Haien zu verstehen und den sicheren Umgang mit ihnen einzuschätzen. Neben den Haien sind die Gewässer Neuenglands natürlich auch Heimat für eine Vielzahl anderer Meeresbewohner, wie zum Beispiel Rochen, Tunfische, Delfine und Wale, die bei den Tauchausflügen zu den Haien ebenfalls gesichtet werden können.

Naturerlebnisse auf Block Island. - Foto: Block Island Tourism Council

Naturerlebnisse auf Block Island. – Foto: Block Island Tourism Council

Tauchen zu den Schiffswracks
In den Gewässern vor Rhode Island liegen mehr als 2.000 Schiffswracks und somit mehr pro Quadratkilometer als in jedem anderen US-Bundesstaat. Zu den Wracks gehören Handelsschiffe aus der Kolonialzeit, Kriegsschiffe und ein Luxus-Passagierschiff aus dem 19. Jahrhundert. Als Rhode Islands berühmteste Tauchattraktion gilt das östlich von Block Island liegende Wrack des deutschen U-Boots 853, das während der Schlacht von Point Judith am 6. Mai 1945 von amerikanischen Kriegsschiffen versenkt wurde. Das Wrack steht nach wie vor aufrecht und ist größtenteils intakt, so dass unter anderem die Torpedorohre und das Periskop erkundet werden können.

Schnorcheln auf Block Island
Ein absoluter Geheimtipp ist die kleine Insel Block Island. 27 Kilometer feinsten Sandstrandes schmiegen sich hier an dramatische Steilklippen, die den Atlantischen Ozean überragen. Die ruhige und atemberaubend schöne Insel bietet herrlich klares Wasser zum Schnorcheln. Der warme Golfstrom bringt oft tropische Fische in Küstennähe und macht die Insel zu einem perfekten Ort, um farbenfrohe Falter- und Kofferfische ebenso wie Pfeilschwanzkrebse aus der Nähe zu beobachten. Es ist somit kein Wunder, dass die Nature Conservancy, eine gemeinnützige Naturschutzorganisation, Block Island zu einem “der 12 letzten schönsten Orte in der westlichen Hemisphäre” ernannt hat.

(IAM)

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