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Ein spannender Tag in Atlanta

Idealer Zwischenstopp zu Zielen überall in den USA

Die Skyline der Südstaaten-Metropole Atlanta. - Foto: Georgia Tourism Die Skyline der Südstaaten-Metropole Atlanta. - Foto: Georgia Tourism

Atlanta hat den größten Flughafen der Welt mit zahlreichen Verbindungen aus Europa. Ideal nicht nur als Ausgangspunkt für jede Südstaatenreise, sondern auch für einen spannenden Zwischenstopp auf dem Weg zu ganz anderen Zielen in den USA. Wie wäre es mit einem spannenden Tag in der Fünf-Millionen-Metropole Atlanta?

Wahrscheinlich landet das Flugzeug aus Europa gegen 14 Uhr. Eine Stunde später sind Einreiseformalitäten und Zoll erledigt; die Einreise im hoch modernen, freundlich hellen und erst drei Jahre alten internationalen Terminal des weltgrößten Flughafens dauert nur selten länger. Schon um 15 Uhr geht es mit der modernen U-Bahn MARTA in rund 20 Minuten nach Downtown. Die Tickets gibt es völlig unkompliziert am Automaten, und der spricht auf Wunsch sogar Deutsch.

Um 16 Uhr, das Einchecken im Hotel und Frischmachen ist längst erledigt, beginnt die erste Exkursion: mit der MARTA oder zu Fuß zum Centennial Olympic Park, dem Schauplatz der Olympischen Sommerspiele von 1996. Dort stehen gleich vier aufregende Attraktionen zur Wahl: Das Georgia Aquarium beherbergt in 30 Millionen Litern Wasser über 100.000 Tiere in 500 Arten. Sein ganzer Stolz sind die Walhaie. Die größten Fische der Welt können kaum in einem Aquarium gehalten werden – es sei den, es ist groß genug. In Atlanta bekamen sie im Jahr 2015 sogar ein Junges.

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Direkt neben dem Aquarium steht die World of Coca-Cola, in der man alles über die braune Brause aus Atlanta und ihre Verwandten aus der ganzen Welt erfährt, und noch ein Gebäude weiter das National Center for Human and Civil Rights mit Dokumenten des berühmten Bürgers von Atlanta Martin Luther King. Am anderen Ende des Parks dann der Welt-Nachrichtensender CNN, der sich Besuchern auf den Führungen der CNN Studio Tours mit Einblicken in die Redaktion erschließt.

Die Bürgerrechte-Ausstellung und die CNN Studio Tours schließen zwar schon um 17 Uhr. Das Aquarium aber bleibt bis 20 Uhr, sonntags bis 18 Uhr offen, die World of Coca-Cola bis 18 Uhr und Samstag bis 19 Uhr. Am nächsten Morgen ist dann für CNN ab 9 Uhr, für das National Center for Human and Civil Rights ab 10 Uhr Zeit, Versäumtes nachzuholen. Am besten plant man vor der Abreise online konkret für den Tag des Besuchs; die Öffnungszeiten stehen auf den Websites.

Das Atlanta Symphony Orchestra. - Foto: Georgia Tourism

Das Atlanta Symphony Orchestra. – Foto: Georgia Tourism

Am Abend dann gut essen gehen. Zum Beispiel im trendigen Gunshow. Chef Kevin Gillespie ist in den ganzen USA bekannt. Er interpretiert Südstaatenküche völlig neu – ein gutes Beispiel für die hippe Restaurant- und Lifestyleszene der Metropole nicht nur Georgias, sondern der ganzen Südstaaten. Die Stadt mit ihren fünf Millionen Einwohnern besitzt ein ausgeprägtes Nachtleben mit vielen Musikclubs, wie auch eine Sinfonie, Ballett und Oper von Weltformat.

Traditionell geht es im Restaurant Pitty Pat`s Porch nahe der MARTA-Station N1 Peachtree Center zu. Serviert wird klassische Südstaaten-Küche wie aus dem Film Vom Winde verweht mit Spezialitäten wie Green Fried Tomatoes, Blackeyed Pea Cakes und Gumbo. Zum Abschluss dann einfach über die Straße gleich gegenüber auf einen Mint Julep oder Peach Cobbler mit spektakulärem Ausblick in der Bar ganz oben im Hotel Westin Peachtree Plaza, dem mit 73 Stockwerken höchsten Hotel von Alaska bis Feuerland.

Der Weiterflug am nächsten Tag steht meistens erst für den Nachmittag an. Bis dahin ist genug Zeit, noch einiges mehr zu besuchen. Eine weitere gute Wahl ist das High Museum of Art in Midtown, über die MARTA-Station N5 Arts Center leicht und schnell erreichbar: ein Kunstmuseum der Weltklasse, das auf 29.000 Quadratmetern mehr als 15.000 Dauerexponate ausstellt, und zusätzlich Sonderschauen. Das High öffnet um 10 Uhr, am Sonntag erst zu Mittag. Vielleicht ist auch noch Zeit für einen Besuch des nahen Margaret Mitchell House & Museum, in dem die berühmte Autorin den Roman Vom Winde verweht schrieb. Oder für den Martin Luther King, Jr. National Historic Site. Dorthin fährt man am besten mit der nagelneuen Straßenbahn, der Atlanta Streetcar. Nirgendwo lernt man mehr über den berühmten Bürgerrechtler und Nobelpreisträger; zu sehen sind auch sein Geburtshaus und sein Grab.

Im Martin Luther King Jr. National Historic Site. - Foto: Georgia Tourism

Im Martin Luther King Jr. National Historic Site. – Foto: Georgia Tourism

Oder man geht shoppen. Zum Beispiel im Stadtteil Buckhead, ebenfalls mit der MARTA gut erreichbar. Die Super-Malls Lenox Square und Phipps Plaza bieten Waren in höchster internationaler Markenqualität zu vergleichsweise günstigen Preisen. Reguläre amerikanische Kaufhausketten findet man in der Mall Atlantic Station in Midtown.

Einige Reiseveranstalter bieten ein- bis dreitägige Stopover-Pakete für Atlanta an. Geeignete Nonstop-Flüge aus Frankfurt bieten Delta Air Lines und die Lufthansa an; ab Düsseldorf, München, Stuttgart und Zürich fliegt Delta Air Lines ohne Umsteigen.

Das Verkehrsbüro des Staates Georgia verschickt kostenlos Reisebroschüren, darunter auch „50 fun things to see and do in Atlanta“ mit einem Übersichts-Stadtplan. Zwar gibt es in der Weltstadt der Südstaaten noch einige Dinge mehr zu sehen und zu tun – aber diese 50 Tipps sind doch schon einmal ein guter Anfang.

(IAM)

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