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Ein neues Museum feiert Künstler aus dem Staat Mississippi

Von Faulkner über Presley bis zu Freeman

Das Museum Mississippi Arts+Entertainment Experience, The MAX, in Meridian, Mississippi. - Foto: Verkehrsbüro der Stadt Memphis und des Staates Mississippi Das Museum Mississippi Arts+Entertainment Experience, The MAX, in Meridian, Mississippi. - Foto: Verkehrsbüro der Stadt Memphis und des Staates Mississippi

Eine kleine Stadt überrascht mit einem großen Museum der Künste von Weltklasse: Im brandneuen Mississippi Arts+Entertainment Experience, „The MAX“ in Meridian geht es um Künstler aller Genres, die im Südstaat Mississippi zuhause waren oder es noch sind.

Neben Musikern wie B.B. King und  Elvis Presley geht es um Schriftsteller-Ikonen von William Faulkner bis zu John Grisham, um Schauspieler und Fernsehgrößen wie Morgan Freeman und Oprah Winfrey – und um viele andere kreative Großgeister, zum Beispiel den Erfinder der Muppets, Jim Henson.

Gut 5400 Quadratmeter Ausstellungsfläche verteilen sich auf zwei Stockwerke. Das Herzstück des Museums bildet The MAX Hall of Fame Gallery im Erdgeschoss. In dieser Ruhmeshalle wurden zunächst 18 Persönlichkeiten aufgenommen, neben den bereits genannten auch der Maler Walter Inglis Anderson, die Musiker Robert Johnson, Muddy Waters und Jimmy Rodgers, die Schauspieler James Earl Jones und Sela Ward, die Autoren Eudora Welty, Tennessee Williams und Richard Wright, die Opernsopranistin Leontyne Price und der „verrückte Töpfer von Biloxi“ George Ohr.

Im zweiten Stock behandeln zeigen sechs Einzelausstellungen die Einflüsse von Künstlern aus Mississippi zuhause und in der Welt. In klarer Abgrenzung von traditionellen, sammelnde Museen möchte das MAX seinen Besuchern mittels interaktiver Technologie einzigartige Kunsterfahrungen vermitteln. Zum Einsatz kommt so auch aufwendige Videotechnik. Geboten werden zudem Darbietungen, Kurse und weitere Veranstaltungen.

In der ersten Sonderausstellung, „A Cast of Blues“, zeigt Sharon McConnell-Dickerson aus Como, Mississippi, noch bis zum 19. August Gesichtsabdrücke von Bluesmusikern aus dem Baumwollland des „Mississippi Delta“ im Norden des Staates.

Auch der Museumsbau selbst mit seinen großen Glasfenstern ist eine Kreation aus Mississippi: der LPK Architects aus Meridian.

Meridian, mit rund 40.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Mississippis, liegt im Südosten des Staates und ist auf dem Weg von New Orleans nach Memphis mit einem kleinen Umweg leicht erreichbar. Die Autobahn Interstate 59 in Richtung Alabama und Atlanta führt direkt an der Stadt entlang. AMTRAK-Fernzüge von New Orleans nach Atlanta halten in der Stadt.

Eine weitere Attraktion ist das Jimmie Rodgers Museum. Thema ist einer der ersten Stars der Country-Musik, der 1897 nahe Meridian geboren wurde und bis zu seinem frühen Tod 1933 als der „Singende Zugbremser“ das Jodeln im Country bekannt machte.

Das neue Museum ist täglich außer montags und an Feiertagen von 9 bis 17 Uhr geöffnet, sonntags ab 11 Uhr. Der reguläre Eintritt kostet 14 Dollar.

(IAM)

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