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Die inoffizielle Kulturhauptstadt Floridas feiert zwei neue Kunstmuseen

Anfang des Jahres 2018 eröffnen in St. Petersburg das Imagine Museum und das James Museum of Western & Wildlife Art.

In St. Pete ist Kunst nicht nur auf Museen beschränkt. - Foto: Visit St. Pete/Clearwater In St. Pete ist Kunst nicht nur auf Museen beschränkt. - Foto: Visit St. Pete/Clearwater

Die Kunst- und Kulturszene in St. Petersburg an Floridas Westküste boomt schon seit Jahren. Nicht umsonst gilt die malerisch an der Tampa Bay gelegene Stadt als inoffizielle Kulturhauptstadt des Sunshine States. Mit zwei weiteren hochkarätigen Museumseröffnungen, dem Imagine Museum und dem James Museum of Western & Wildlife Art, unterstreicht St. Pete zum Jahresauftakt 2018, dass es diesen Titel völlig zu Recht trägt.

Bunte Glaskunst im Imagine Museum
Farbenfrohe Gebilde aus Glas in verschlungenen, exzentrischen Formen – darauf können sich Kunstfreunde im Imagine Museum freuen, das am 23. Januar 2018 in der Central Avenue in St. Pete seine Tore öffnet. Gezeigt werden knapp 500 gläserne Ausstellungsstücke, die allesamt der sogenannten Studioglasbewegung zuzuordnen sind. Ihren Ursprung hat diese Kunstrichtung im Jahre 1962, als der Amerikaner Harvey Littleton in zwei Workshops zeigte, wie Glaskunst im eigenen Atelier, unabhängig von Glasmanufakturen, hergestellt werden kann. Danach gewann die Studioglasbewegung auch international an Bedeutung. Im Imagine Museum werden Ausstellungsstücke von 55 prominenten Glaskünstlern gezeigt, die die verschiedenen Richtungen innerhalb der 55-jährigen Geschichte der Studioglasbewegung repräsentieren. Neben der Ausstellung von Kunst gehören auch Forschung und verschiedene Bildungsangebote zum Programm des Imagine Museums. Nach der Chihuly Collection ist das Imagine Museum damit bereits die zweite Kultureinrichtung in St. Pete, die ihren Schwerpunkt auf Glaskunst legt.

Das James Museum präsentiert Wildwest-Kunst
Ein weiterer Neuzugang in der lokalen Kunstszene ist das James Museum of Western & Wildlife Art, dessen Eröffnung für das erste Quartal 2018 angekündigt ist. Im Mittelpunkt steht die private Kollektion des Ehepaars Mary und Tom James aus St. Petersburg. Fasziniert von der Landschaft, Tierwelt und den Menschen im „Wilden Westen“ der USA, begannen die beiden schon in den 1960er Jahren als Studenten, Wildwest-Kunst zu sammeln. Dabei war es ihnen stets wichtig, zeitgenössische Werke zu erwerben, um mit ihren Käufen aktive Künstler dabei zu unterstützen, ihr Leben durch die Kunst zu finanzieren. Heute umfasst die Sammlung von Mary und Tom James etwa 400 Werke, die wilde Tiger, reitende Indianer, raue Felsenlandschaften und vieles mehr zeigen. Neben Ölgemälden, Tintenzeichnungen, Holzschnitzereien und Metallskulpturen können Besucher auch die umfangreiche Indianische Schmuckkollektion von Mary James bestaunen.

Highlights in St. Petersburgs Kunstszene
Die beiden neuen Museen sind nicht nur für sich allein betrachtet wahre Schmuckstücke. Sie sind zwei weitere Beweise dafür, dass St. Pete eine hochkarätige Kunst- und Kulturdestination für Einwohner als auch Besucher darstellt. Besonders deutlich sichtbar wird das in den fünf Stadtvierteln Warehouse Arts, Grand Central, EDGE, Central Arts und Waterfront. Hier entstehen immer mehr Museen, Galerien, Ateliers und Urban Murals als Zeichen einer lebendigen Kunstszene. Über die Landesgrenzen hinweg bekannt ist vor allem das Dalí Museum, das die größte Sammlung des weltberühmten Surrealisten Salvador Dalí außerhalb seines Heimatlands Spanien beherbergt. Vom 10. Februar bis 27. Mai 2018 wird hier mit „Dali/Duchamp“ die weltweit erste Ausstellung zu sehen sein, die die besondere Beziehung zwischen Dalí und dem Mitbegründer der Konzeptkunst Marcel Duchamp beleuchtet. Im Morean Arts Center wiederum können sich Besucher vor allem auf Werke regionaler Künstler freuen. Direkt gegenüber ist die Chihuly Collection untergebracht, wo Kunstfreunde die bunten Skulpturen des Glaskünstlers Dale Chihuly bestaunen können.

(IAM)

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