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Der Pride-Monat bleibt bunt und laut

Capital Region USA feiert mit virtuellen LGBTQ+-Festivals und Veranstaltungen im öffentlichen Raum ihre Szene

Washington, DC Capital Pride. - Foto: Captital Region USA Washington, DC Capital Pride. - Foto: Captital Region USA

Der Juni wird weltweit als Festival-Monat der LGBTQ+-Szene gefeiert. Das ändert sich in der Capital Region USA auch im Jahr 2020 nicht. Die amerikanische Hauptstadt Washington, DC und die beiden angrenzenden Bundesstaaten Virginia und Maryland warten mit einem kreativen Eventkalender für den sogenannten Pride-Monat auf, der Partys, Paraden und Themen-Events ins heimische Wohnzimmer holt – bunt, laut, fröhlich und informativ – zugleich aber auch sicher und auf Abstand.

Webinare, Festivals und Partys in Washington, DC
Los geht der virtuelle Eventkalender mit den „Pride Talks“ am 8. Juni ab 19 Uhr Ortszeit. Führende Vertreter der LGBTQ+-Organisationen diskutieren online über die aktuelle Situation inmitten der Corona-Krise. Parallel zum Event findet ein Live-Webinar statt, das Fragen aufgreift und beantwortet. Informativ geht es weiter mit der „Outloud: Raising Voices – DC Episode“ am 10. Juni. Als Schaufenster für die LGBTQIA+-Künstler fördern Outloud und die Webserie „Raising Voices“ ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen, darunter Pride Houston, Phoenix Pride, LA Pride, Capital Pride und viele mehr. Der Startschuss fällt um 20 Uhr.

Feierlustige kommen am 13. Juni auf ihre Kosten: Mit dem ersten offiziellen „Capital Pridemobile Rainbow Blast“ wird die Pride-Party in alle acht Bezirke von Washington, DC gebracht. Sie versorgt die Nachbarschaft mit Beats von lokalen DJs und Auftritten von lokalen Drag Queens. Ein interaktiver Live-Stream und ein Wettbewerb rund um die kreativsten Geschäftsfronten und Wohnhäuser bringen die Party bezirksübergreifend zum Kochen. Die „Sunset Dance Party mit Tracy Young“ schließt am 14. Juni gleich an, und zwar nicht mitten auf der Pennsylvania Avenue, sondern online im eigenen Wohnzimmer. Gefeiert und getanzt wird ab 20 Uhr zu Electronica-Klängen der Grammy-Gewinnerin Tracy Young.

Spannende Themen werden auf der Online-Veranstaltung „National Pride Inside 2020“ diskutiert. Interessierte haben hier die Möglichkeit, virtuell in Austausch zu treten und mit Annise Parker, Präsidentin und CEO des LGBTQ Victory Fund, sowie mit gewählten Vertretern, Führungskräften und Ehrengästen zu diskutieren. Los geht es am 20. Juni um 18 Uhr.

Die Web-Serie „Capital Pride in the City“ am 28. Juni stellt das Beste der pulsierenden LGBTQ+-Gemeinschaft in Washington, DC vor. Sie ist auf Facebook und YouTube verfügbar und zeigt den Zuschauern einige beliebte Personen und Orte in der Hauptstadt. Von Bars und Restaurants über Kulturschätze und Kleinunternehmen werden Insider-Tipps gegeben, um in die vitale Szene einzutauchen. Das Event beginnt um 19 Uhr.

Der Chop Suey Books Shop in Richmond. - Foto: Captial Region USA

Der Chop Suey Books Shop in Richmond. – Foto: Captial Region USA

Maryland verlegt die Pride Paraden ins Wohnzimmer
Annapolis in Maryland feiert am 27. Juni die „Annapolis-Virtual-Pride“ mit Fotowettbewerben, einer virtuellen Parade und vielem mehr. Der Party im eigenen Wohnzimmer beginnt um 16 Uhr. Virtuell feiert auch „Hagerstown Hopes“ sein Hagerstown Pride-Festival in diesem Jahr. Am Samstag, dem 18. Juli startet die Party mit Live-Auftritten, einem interaktiven Zoom-Partyraum, Wettbewerben und mehr.

Thementouren und virtuelle Marktplätze in Virginia
Der „Richmond – RVA Virtual Pride Market“ vom 27. bis 28. Juni 2020 ist ein Einkaufs- und Informationsevent zur Förderung von Richmonds kreativer LGBTQ+-Kunst- und Gewerbeszene. Künstler, Macher und Kleinunternehmer nutzen die Vertriebsplattform, um ihre Produkte von selbst produzierten Marmeladen und Marshmallows über Kerzen und Seifen bis hin zu kreativen Klamotten anzubieten. Alle Anbieter sind kleine, lokal ansässige und betriebene LGBTQ+-Handwerker und -Hersteller. Virtuelle Chats, Versteigerungen, Musik-Performances und vieles weitere sorgen für Unterhaltung und Austausch.

Eine weitere kreative Idee, um inmitten der Corona-Krise Partystimmung zu schaffen, stammt von der Drag-Entertainerin Michelle Livigne. Sie bietet „Drag Queen Performances“ an. Das Ganze begann als scherzhafter Post in den sozialen Medien, dass sie Drag Queens für Auftritte in einer Hauseinfahrt buchen wolle. Als innerhalb von 72 Stunden mehr als 40 Anfragen kamen, ließ sie der Idee Taten folgen. Interessenten, die eine Driveway-Show buchen möchten, können sich unter drivewaydragshow@gmail.com informieren.

(IAM)

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