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Der große Knall

Vor 40 Jahren brach Mount St. Helens in Washington State aus

Moinguntainbike am Mount St. Helens. - Foto: MahreMedia Moinguntainbike am Mount St. Helens. - Foto: MahreMedia

Im letzten Monat jährte sich zum 40. Mal die historische Eruption des Mount St. Helens, einem aktiven Stratovulkan in Washington State im Pazifischen Nordwesten der USA. Der Vulkanausbruch war der verhängnisvollste in der Geschichte der USA.

Der Ausbruch
Am 18. Mai 1980 führte ein Beben der Stärke 5,1 zum Ausbruch des Mount St. Helens, in dessen Folge es zum größten jemals verzeichneten Erdrutsch kam: die Nordflanke des aktiven Vulkans rutschte lawinenartig ab und begrub 600 Quadratkilometer Wald unter sich. Die Eruption dauerte neun Stunden, während dessen eine fast 20 Kilometer hohe Asche- und Rauchsäule in die Höhe schoss und 540 Millionen Tonnen Asche bis in weit entfernte Regionen trug. Erdrutsch, Lavaströme und Ascheregen richteten unfassbare Schäden an, sie rissen Straßen, Brücken und Gebäude mit sich. Insgesamt verlor der Berg, der zuvor für seinen perfekten Vulkankegel bekannt war, mehr als 400 Meter an Höhe – von 2.975 Meter schrumpfte er durch den Ausbruch auf 2.550 Meter.

National Volcanic Monument
1982 ernannte der US Kongress Mount St. Helens zu Amerikas erstem „National Volcanic Monument“. Im Mount St. Helens Besucherzentrum kann man sich heutzutage darüber informieren, wie sich die Landschaft durch die Eruption verändert hat. Nachdem es bis 2005 weitere kleine Ausbrüche gab, gilt der Vulkan seit 2008 als ruhend. Nicht verpassen sollte man einen Besuch im Johnston Ridge Observatory, von wo aus man einen hervorragenden Blick auf den 640 Meter tiefen Krater, den neu entstandenen Vulkandom sowie einen wachsenden Gletscher hat. Geöffnet ist der Aussichtspunkt von Mitte Mai bis Ende Oktober.

Atemberaubende Landschaft am Mount St. Helens. - Foto: Cowlitz County Tourism

Atemberaubende Landschaft am Mount St. Helens. – Foto: Cowlitz County Tourism

Wanderwege und Wildblumen
Die Natur hat sich derweil zum großen Teil erholt, rund sieben Prozent der verlorenen Masse hat der Berg wieder aufgebaut, Bergziegen und Wapitihirsche sind in die Region zurückgekehrt, auch die Flora erobert sich die Landschaft wieder, darunter die Prärielupine, die für nährstoffreichen Boden sorgte und somit beste Bedingungen für die Ansiedlung weiterer Pflanzenarten schuf. Aus der ehemaligen Ödnis sind blühende Landschaften entstanden.

Über 300 km an Wegen durchziehen die Region, von leichten barrierefreien Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Wanderungen und Radtouren. Wildblumen, neu entstandene Seen, junge Wälder sowie den jüngsten Gletscher des Bundesstaates Washington kann man auf seinen Touren bewundern. Im Winter ist der Berg ein beliebtes Ziel für Backcountry Skiing und Skitouren. Wer den Berg erklimmen möchte, muss sich vorher dafür einen Permit einholen, egal zu welcher Jahreszeit.

Kaskadenkette
Mount St. Helens liegt rund 3,5 Autostunden südlich von Seattle. Er gehört zur Kaskadenkette, einem Gebirgszug vulkanischen Ursprungs, zu dem auch der nördlich von Mount St. Helens liegende Mount Rainier im gleichnamigen Nationalpark gehört und der mit 4.392 m der höchste Berg in der Kaskadenkette ist. Im Norden von Washington, circa zwei Stunden nördlich von Seattle, liegt der ebenfalls zur Kaskadenkette gehörende North Cascades Nationalpark.

Weitere Informationen
Ein spannendes Video, das den Ausbruch dokumentiert, findet man hier. Weitere Informationen zum Mount St. Helens National Volcanic Monument findet man auf der Seite der Washington State Parks, zum Johnston Ridge Observatory  auf der Seite des U.S. Forest Service. Allgemeine Informationen unter www.seattlecruisealaska.co.uk.

(IAM)

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