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Chicago himmelhoch – Architektur für Schwindelfreie

Nur für schwindelfreie geeignet - der Blick vom Skydeck. - Foto: Choose Chicago Nur für schwindelfreie geeignet - der Blick vom Skydeck. - Foto: Choose Chicago

Nach dem katastrophalen Brand von 1871 stieg Chicago wie Phönix aus der Asche und wurde zu einer Wiege der modernen Architektur. Denn die besten Architekten Amerikas wurden mit dem Wiederaufbau der Stadt betraut und schufen zukunftsweisende Bauten, wie die weltweit ersten Wolkenkratzer mit Stahlrahmenkonstruktion von William La Baron Jenney.

Für Architektur-Begeisterte gibt es eine Fülle an Möglichkeiten, die Ikonen moderner Architektur aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das Chicago Architecture Center hat alleine 85 verschiedenen Besichtigungstouren im Angebot, ob zu Fuß, per Rad, mit dem Bus, im Boot oder im L-Train. Die CAC Expertinnen und Experten kennen nicht nur eine Fülle an Daten und Fakten über das architektonischen Erbe der Stadt, sondern auch die spannenden Geschichten dahinter.

So führt zum Beispiel ein Stadtrundgang zu den historischen Hochhäusern in Downtown Chicago, die vom großen Feuer verschont blieben und als früheste Wolkenkratzer der Welt am Anfang der architektonischen Revolution stehen. Die Stationen der „Elevated Trains“ (L-Trains) sind ideale Aussichtspunkte, um die architektonischen Ensembles Chicagos zu bewundern. Eine geführte Tour des CAC erzählt die Geschichte des L-Systems und seines Einfluss auf die Stadtentwicklung.

Höhenflüge
Freie Sicht aus fast 400 Metern Höhe und Kribbeln im Bauch verspricht „The Ledge“ im „Skydeck Chicago“. Wer seine Höhenangst überwindet und die durchsichtige Glasbox betritt, die wie ein Schwalbennest am Willis Tower hängt, dem liegt Chicagos atemberaubende Stadtlandschaft zu Füßen. Aus dem Wolkenkratzer 360CHICAGO (ehemals John Hancock Observatory) genießen die Besucher einen Rundum-Blick über die Skyline der Stadt und den Lake Michigan aus rund 300 Metern Höhe. Für den extra Nervenkitzel gibt es eine weltweit einzigartige Attraktion namens TILT. Wenn sich die flexible Fensterfront und mit ihr die Besucher Richtung Abgrund neig, bekommt selbst der Nervenstärkste weiche Knie. Man kann die Aussicht aber auch ganz entspannt und genussvoll bei einem feinen Cocktail genießen, zum Beispiel im Signature Room in der 95. Etage des 875 N Michigan Gebäudes (ehemals John Hancock Center).

Mit dem Kajak an den schönsten Gebäuden vorbei. - Foto: Choose Chicago

Mit dem Kajak an den schönsten Gebäuden vorbei. – Foto: Choose Chicago

ArchitekTouren auf dem Wasser
Wer Chicagos Skyline aus der entgegengesetzten Perspektive bewundern will, geht an Bord eines Wasserfahrzeugs – der Bogen spannt sich vom Ausflugsdampfer bis zum Kajak – um über den Chicago River, unter Brücken hindurch oder entlang der Küste zu schippern. Ganz nach dem persönlichen Geschmack können die Architekturfans ihre Besichtigungstour verschieden gestalten: Zum Beispiel auf „Dining Cruises“ kulinarisch genießen, während das Schiff abends durch die glitzernden Häuserschluchten fährt, auf einem rasanten Speedboot über den Lake Michigan kurven oder im Kajak ganz auf eigene Faust die Stadt vom Wasser aus erkunden.

Chicago Architecture Biennial 19. September bis 5. Januar 2020 Chicago Cultural Center
Die dritte Ausgabe Chicago Architecture Biennial widmet sich wieder der Zukunft der Architektur und präsentiert die neuesten Entwicklungen in Design und Architektur aus aller Welt, avantgardistische Ideen und Projekte in Ausstellungen und Events quer durch die Stadt, alle bei freiem Eintritt und öffentlich zugänglich. Unter dem Titel „…and other such stories“ kreist die Biennale um die Themen Landschaften der Zugehörigkeit und Souveränität, Orte der Erinnerung, Rechte und Fürsprache sowie Bürgerbeteiligung.

(IAM)

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