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Blumen vom Suppenkasper

Ein Werk aus der Austellung. - Foto: Darren Erickson Ein Werk aus der Austellung. - Foto: Darren Erickson

Seit er sie malte, ist die Campbell-Suppendose cool, die knallbunte Monroe kult, die Cola-Flasche künstlerisch wertvoll – die Kombination des kosmopolitischen Andy Warhol mit der großen, weiten Natur hingegen absurd. Doch nur auf den ersten Blick: den zweiten machen sich Sarasotas Selby Botanical Gardens vom 11. Februar bis 30. Juni zu eigen, erklären sie in Warhol: Flowers in the Factory doch die überraschende und recht unerforschte Rolle der Natur in der Kunst und im Leben des Künstlers.

Vielen Dank für die mehr als 10.000 Blumen! So viele im wahrsten Sinne des Wortes blühende Bilder malte Andy Warhol im Laufe seiner Karriere, viele davon werden nun exklusiv in die sechs Hektar große Ausstellung in tropischer Umgebung gepflanzt. Als Teil dieser Exposition verwandeln sich die Gärten der Selby Gardens in Warhols floralen Spielplatz. Dabei bedienen sich die Designer mit grünem Daumen knalliger Farben und denen für Warhol typischen Formen und Texturen, um seine Kunst in die bestehende Pflanzenwelt zu integrieren. Zusätzlich zeigt das Museum of Botany & the Arts Archivfotografien von Warhol und seinen Künstlerfreunden.

Umpflanzen mit Unterhaltung: Die Schau wird begleitet von verschiedenen Events wie den Warhol Nights, bei denen die Kunstwerke an ausgewählten Abenden bei Auftritten der Sarasota Opera, des Perlman Music Program/Suncoast, Sarasota Ballet, Florida Studio Theatre sowie des Sarasota Orchestra besichtigt werden können. Für kleine Nachwuchs-Warhols hingegen bietet Andy’s Art Factory ausreichend leere Leinwände, auf denen sich Kinder kreativ austoben können – stets unter den wachsamen Augen eines Luftballonkünstlers sowie einer Kinderschminkerin. Alle Infos zur Ausstellung und den Events auf www.selby.org.

Immer neugierig, stets voller Tatendrang öffnete Andy Warhol permanent die Grenzen zwischen Kunst und Leben. Seine Faszination für die Natur und ihren Einfluss auf seine Karriere wurde dabei lange unterschätzt – bis jetzt.

(IAM)

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