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Bewegende Zeiten: 50 Jahre Bürgerrechtsbewegung im Newseum

Sonderausstellung „1968: Civil Rights at 50“ – Historische Artefakte machen Geschicht

Ein Blick in das Newseum. - Foto: Newseum Ein Blick in das Newseum. - Foto: Newseum

Mit der am kürzlich in Washington, DC eröffneten Ausstellung „1968: Civil Rights at 50“ widmet sich das Newseum dem Jahr, das wie kein zweites für die Bedeutung der internationalen Bürgerrechtsbewegungen der 1960er Jahre steht. Während in Europa insbesondere Studierende ihre Forderungen auf die Straße trugen und das heutige Bild dieser Zeit häufig mit Flower Power und Hippietum in Verbindung gebracht wird, waren die Proteste in den USA deutlich stärker von der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung geprägt. Dramatische Ereignisse wie das Attentat auf Martin Luther King, die umstrittenen Proteste der Athleten Tommie Smith und John Carlos bei den Olympischen Spielen in Mexico City oder die unter dem Druck der Demonstrationen beschlossene Einführung des Civil Rights Act von 1968, der Diskriminierung bei der Vermietung von Wohnungen verbot, machen dies deutlich. Die Ausstellung ist zugleich Höhepunkt und Abschluss einer sechsteiligen Reihe über die Entwicklungen in den 1960er Jahren, die in den vergangenen Jahren im Newseum zu sehen war.

Neben dem eigens für das Newseum produzierten Film „Justice for All“, der die Aktion von Smith und Carlos in Mexico City in einen Zusammenhang mit den heutigen Protesten von NFL-Spielern bringt, werden die Geschehnisse durch historische Artefakte wie originale Demonstrationsplakate oder Buttons aus dem Präsidentschaftswahlkampf erlebbar gemacht. Der politisch aufgeladene Hintergrund mit dem Vietnam-Krieg, der Ermordung des linksliberalen und gegen Rassendiskriminierung eintretenden Senators Robert F. Kennedy oder den tödlichen Schüssen auf Demonstranten in Orangeburg wird anhand zahlreicher Zeitzeugnisse wie Zeitungsberichten, Reportagen und Fotos erläutert. Die Ausstellung „1968: Civil Rights at 50“ ist bis zum 2. Januar 2019 im Newseum in Washington, DC zu sehen.

Das Newseum, in Washington, DC zwischen US-Kapitol und Weißem Haus gelegen, vermittelt mit seiner umfangreichen Dauerausstellung sowie zahlreichen Sonderausstellungen die Bedeutung von Meinungs- und Pressefreiheit, erläutert den Entstehungsprozess von Nachrichten sowie die Rolle der Medien bei historisch bedeutsamen Ereignissen. Es gilt als eines der interaktivsten Museen der Welt. Das Newseum hat montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für zwei aufeinanderfolgende Tage beträgt 24,95 US-Dollar plus Steuern für Erwachsene. Für Jugendliche und Senioren gelten Ermäßigungen, Kinder bis sechs Jahre zahlen keinen Eintritt. Mehr Informationen gibt es unter www.newseum.org.

(IAM)

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