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Arizonas wahrer wilder Westen

90 Jahre Rodeo in Tuscon wird im Februar 2015 gefeiert. - Foto: Arizona Presse 90 Jahre Rodeo in Tuscon wird im Februar 2015 gefeiert. - Foto: Arizona Presse

Zur 90. Ausgabe des Tucson Rodeo im Februar 2015 werden erneut mehr als 200.000 Zuschauer im Grand Canyon State erwartet. Ob Tucson, Prescott, Cave Creek oder Scottsdale – in Arizona ist das Wild-West-Feeling noch heute überall spürbar.

Es ist kaum mehr als 2 Monate hin, dann wird in Tucson, Arizona, wieder „yihaaa“ durch die Lüfte schallen wenn mehr als 650 Cowboys und Cowgirls zum 90. Mal in die Arena der Tucson Rodeo Grounds einreiten. Bei der La Fiesta de los Vaqueros (der Feier der Cowboys), das auch als Tucson Rodeo bekannt ist, kennt die Ausgelassenheit keine Grenzen, schließlich muss der Stier bei den Hörnern gepackt und bezwungen werden. Dafür haben die Wagemutigen vom 21. Februar bis zum 1. März ganze neun Tage Zeit. Neben dem Stierwrestling, das allein oder zu zweit betrieben wird, gibt es auch fünf weitere Disziplinen, die Geschicklichkeit und Reitfähigkeiten abverlangen: Das Reiten von Wildpferden mit und ohne Sattel, Bullenreiten, Kälberfangen und Tonnenrennen nur für Cowgirls. Bei letztgenannter Disziplin beispielsweise galoppiert das Pferd kleeblattförmig um drei Tonnen. Hierbei kommt es auf Geschwindigkeit und Geschicklichkeit an, denn keine Tonne darf umfallen, sonst drohen Strafsekunden. Ausgelobt ist ein Preisgeld von 370.000 Euro, um das die Bezwinger vor täglich zehntausenden Begeisterten aus dem ganzen Land kämpfen. Neben dem Wettbewerb bietet Tucson seinen Besuchern auch die berühmte Parade, bei der es sich laut Veranstalter um die längste nicht-motorisierte Parade der Welt handelt. Gut 200.000 Zuschauer werden erwartet. Das Tucson Rodeo fand im Jahr 1925 zum ersten Mal statt und gilt heute als einer der Top-Wettbewerbe im professionellen Rodeosport.

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Als Heimat des Rodeos gilt allerdings Prescott, denn hier findet das älteste Rodeo der Welt statt. Seit 1888 kommen in Prescott rund um den 4. Juli zahlreiche Rodeofans zusammen, um die wütenden Stiere und die besten Stierbezwinger zu bestaunen. Das Großereignis wird von Showelementen mit Clowns und Artistik begleitet.

In Arizonas Wildem Westen wimmelt es aber nicht nur in Tucson und Prescott von Cowboys, Pferden und Rodeos. Cave Creek, eine kleinen Siedlung im Nordosten von Phoenix, ist noch heute ein Ebenbild eben jener Wild-West-Stimmung. Denn hier versammeln sich jeden Freitag die harten Cowboys zum Bullriding im Buffalo Chip Saloon. Sie müssen jeweils acht Sekunden auf dem Rücken wilder Stiere bestehen – ein Unterfangen, das waghalsig ist und Mut verlangt.

Und auch das Hermosa Inn in Scottsdale hat seine ganz eigene Wild-West-Story. Der Künstler Lon Megargee, dessen berühmtes Cowboy-und-Pferd-Gemälde wahren Fans aufgrund der Innenseite jedes echten Stetson-Cowboyhutes bekannt ist, erbaute dieses kleine und familiäre Hotel 1930 als Rückzugsort für sich und wandelte es später in eine Ranch für Gäste um. Über den Künstler heißt es, er habe unterirdische Tunnel angelegt, die zum berühmten Biltmore Hotel in Phoenix führten, um im Notfall dem Sheriff entkommen zu können.

Das müssen Gäste heute aber nicht mehr! Viel eher wollen sie nach ihrem Besuch im einzig wahren Wilden Westen vermutlich gar nicht mehr aus ihrem Hotelzimmer heraus…

(Arizona Presse)


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