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Anlässlich Papst Franziskus’ Besuch in Philadelphia

Glauben in der „Stadt der brüderlichen Liebe“

Die Skyline von Philadelphia. - Foto: PHLCVB Die Skyline von Philadelphia. - Foto: PHLCVB

Das World Meeting of Families vom 22. bis 27. September 2015 und der Besuch des Heiligen Vaters werfen ihre Schatten voraus! Ein solch besonderes Ereignis ist Grund genug, einmal einen Blick auf die vielfältigen religiösen Wurzeln und Einflüsse in Philadelphia zu werfen.

Als der englische Quäker William Penn Philadelphia gründete, schwebte ihm eine „Stadt der brüderlichen Liebe“ vor, eine Stadt offen für alle, egal welchen Glaubens. Menschen vieler verschiedener Religionsrichtungen ließen sich in Philadelphia nieder, brachten ihre Traditionen mit, bauten Gotteshäuser und erschufen Orte, wo sie ihren Glauben ausüben konnten – ganz im Sinne von Penns Vision der Religionsfreiheit.

Daher ist es passend, dass gerade in der Stadt, die so viel religiöse Geschichte birgt, das 8. World Meeting of Families stattfindet und der Papst dies zum Anlass nimmt Philadelphia zu besuchen.

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Gäste dieses besonderen Ereignisses und auch alle anderen Besucher Philadelphias, die sich für Religion, andere Kulturen und Bräuche interessieren, sollten sich folgende Sehenswürdigkeiten auf ihrem Reiseplan notieren:

Cathedral Basilica of Saints Peter and Paul (www.cathedralphila.org)
Vorbild dieser Kathedrale aus dem Jahr 1864 ist die Lombard Church of Saint Charles in Rom. Mit den rund 24 Meter hohen gewölbten Decken und dem Marmorboden ist sie ein sehenswertes Beispiel für die römisch-korinthische Architektur. Farbenfrohe Kirchenfenster tauchen eine der größten Pfeifenorgeln Philadelphias in ein warmes Licht – nicht nur für Kirchenfans ein beeindruckender Anblick.

Christ Church and Burial Ground (www.christchurchphila.org)
Zu den regelmäßigen Messebesuchern dieser „Nation’s Church“ gehörten Präsident George Washington und Betsy Ross, die der Legende nach die erste Flagge der USA nähte, sowie Benjamin Franklin, der hier auch seine letzte Ruhe fand. Der rund 8.100 Quadratmeter große, wunderschön angelegte Friedhof zählt zu den bedeutendsten Grabstätten der Kolonial- und Revolutionszeit des Landes.

Miraculous Medal Shrine (www.cammonline.org)
Wunderschöne Gemälde, Statuen und Buntglasfenster erzählen die Geschichte, wie die Heilige Maria St. Catherine Labouré erschien. Der Schrein zeigt außerdem die einzige Reliquie der Heiligen Mutter in Amerika: ein Stück Stoff eines Stuhles, auf dem sie einst gesessen hat. Darüber hinaus kann man hier ein Museum besuchen, in dem über 500 Stücke religiöser Kunst aus Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden und China ausgestellt sind, einige davon können bis auf das Jahr 1653 zurückdatiert werden.

Mother Bethel African Methodist Episcopal Church (www.motherbethel.org)
Erbaut im Jahr 1792, zählt sie nicht nur zu den ältesten Kirchen des Landes, sondern ist darüber hinaus auch die älteste Kirche, die sich durchgängig in afro-amerikanischem Besitz befand. Das angeschlossene Museum beherbergt Artefakte aus dem 19. Jahrhundert und eine Sammlung von Archiven, in denen unter anderem Original Ausgaben des Christian Recorder angesehen werden können. Der Christian Recorder gilt als ältestes afro-amerikanisches Magazin des Landes, es wurde bereits vor dem Bürgerkrieg publiziert.

Saint John the Evangelist (www.stjohnsphilly.com)
Diese römisch-katholische Kirche im Herzen der Stadt feiert in diesem Jahr ihr 185. Jubiläum. St. John Neumann wurde hier im Jahr 1852 zum Bischof geweiht.

Seinen Beinamen „Priester der Arbeiterklasse“ verdankt Neumann unter anderem der Tatsache, dass er während seiner Zeit als Bischof von Philadelphia dabei half, mehr als 90 Kirchen und 40 Schulen aufzubauen. Ein weiterer Schrein zu Ehren St. John Neumanns kann in der St. Peter the Apostle Parish in 1019 North Fifth St. besichtigt werden.

Philadelphia ist berühmt für seine Museen und auch hier finden sich zahlreiche religiöse Artefakten unter den Ausstellungsstücken.

The Philadelphia Museum of Art. - Foto: PHLCVB

The Philadelphia Museum of Art. – Foto: PHLCVB

The Philadelphia Museum of Art (www.philamuseum.org)
Das Philadelphia Museum of Art zählt zu den größten Kunstmuseen in den USA. Die hier ausgestellten Werke geben einen Einblick in mehr als 2.000 Jahre herausragende Kreativität der Menschheitsgeschichte. Gemälde, Skulpturen, architektonischen Arbeiten und andere Meisterwerke aus Europa, Asien und dem amerikanischen Kontinent sind hier zu sehen. Auch religiös inspirierte Arbeiten wie Desiderio da Settignanos Virgin and Child, der Seated Bodhisattva aus der T’ang Dynasty, Frances Portal from the Abbey Church of Saint-Laurent und Edward Hicks Noah’s Ark können hier bewundert werden.

The Pennsylvania Academy of the Fine Arts (www.pafa.org)
Die Pennsylvania Academy of the Fine Arts wurde als eine der ersten Kunstakademien in den Vereinigten Staaten gegründet. Die Dauerausstellung des Museums hat sich auf die Arbeiten amerikanischer Künstler spezialisiert, darunter auch Werke mit religiösem Hintergrund wie Benjamin Wests Christ Rejected und Death on the Pale Horse, Washington Allstons The Dead Man Restored to Life by Touching the Bones of Prophet Elisha, Daniel Huntingtons Mercy’s Dream und Christiana and Her Family Passing Through the Valley of the Shadow of Death, Charles Willson Peales Noah and His Ark und Henry O. Tanners Nicodemus.

Barnes Foundation (www.barnesfoundation.org)
Die auf dem Benjamin Franklin Parkway gelegene Barnes Foundation bietet eine beeindruckende Sammlung einzigartiger Kunstwerke aus Tausenden von Jahren der Menschheitsgeschichte, darunter griechische, ägyptische und römische Antiquitäten. Weiterhin sind Töpferwaren, Textilien und Schmuckstücke amerikanischer Ureinwohner, afrikanische Skulpturen sowie europäische Gemälde und Plastiken aus dem 13. bis 20. Jahrhundert und amerikanischen Malereien aus dem 19. und 20. Jahrhundert zu sehen. Auch religiös inspirierte Werke finden sich in der umfangreichen Sammlung, darunter christliche Motive von Meistern wie El Greco, Rubens, Delacroix, Veronese und anderen spanischen, flämischen, französischen und italienischen Künstlern. Einen interessanten Einblick in die postkoloniale Zeit Amerikas bietet eine Kollektion von „santos“, Heiligendarstellungen aus New Mexico. Dazu kommen rituelle Objekte aus Afrika, buddhistische Skulpturen der T’ang Dynasty sowie Plastiken ägyptischer Gottheiten. Diese beeindruckende Mischung und Fülle an religiösen Motiven in einer so meisterhaften künstlerischen Umsetzung macht die Barnes Foundation zu einem „Muss“ für Besucher.

National Museum of American Jewish History (www.nmajh.org)
Das einzige Museum in den USA, das voll und ganz der Erhaltung der Geschichte und Kultur des jüdischen Volkes in Amerika gewidmet ist.

Penn Museum (www.penn.museum)
Die Arbeit des Museums für Anthropologie und Archäologie konzentriert sich darauf, das Verständnis für das weltweite Kulturerbe zu fördern. Zur Sammlung des Museums gehören viele Objekte mit religiöser und spiritueller Bedeutung, darunter auch Werke von antiken Kulturen und Völkern aus der ganzen Welt.

The African American Museum in Philadelphia (www.aampmuseum.org)
Das Museum ist der Sammlung, Erhaltung und Interpretation der afro-amerikanischen Kultur gewidmet. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich zahlreiche religiöse Artefakte, darunter Lithografien des Künstlers Allan Rohan Crite der sich bei seiner Arbeit unter anderem von Motiven des Alten Testaments inspirieren ließ. Auch in wechselnden Ausstellungen finden sich häufig Stücke zu spirituellen und religiösen Themen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es hier:
http://www.discoverphl.com/visit/plan-your-trip/itineraries/architecture/catholic-shrines;
http://www.discoverphl.com/visit/plan-your-trip/itineraries/religion-meets-history/.

(IAM)

 

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