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Alaska: Begegnungen mit wilden Tieren

Braunbären, Elche, Moschusochsen und Seeottern

Bär beim Fischfang. - Foto: Roland Jung / Visit Anchorage Bär beim Fischfang. - Foto: Roland Jung / Visit Anchorage

Bären, Elche, Dallschafe, Moschusochsen, Orcas und Seeottern: In den Sommermonaten, wenn die Tage lang und die Temperaturen angenehm warm sind, bieten Nationalparks und Schiffstouren Einblick in die wilde Tierwelt Alaskas. Anchorage, die südliche Landesmetropole, ist der ideale Ausgangspunkt zu diesem großen, unvergesslichen Tierabenteuer. Buchungs- und Informationsstellen gibt es für viele Touren in der Innenstadt. Mit dem Auto, Zug oder Bus erreicht man Parks und Ablegestellen gut. Renommierte Flugunternehmen wie Rust’s Flying Service und Regal Air bieten von ihrer Basis am Wasserflughafen Lake Hood in Anchorage Tagestouren zu den Schwarz- und Braunbären an. Und selbst beim Stadtbummel trifft man hin und wieder auf Elche, die die Vorgärten der einheimischen Bevölkerung aufsuchen.

Nahezu einzigartig ist eine Fahrt mit einem der Parkbusse durch den nördlich von Anchorage gelegenen Denali-Park. Elche, Bären, Dallschafe – auch als Alaska-Schneeschaf bekannt – und Karibus immer in Sichtweite. Selbst Grizzlys zeigen sich. Ganz nah der Denali, mit 6190 Metern Nordamerikas höchster Berg. Etwa 70 Meilen südwestlich von Anchorage liegt die Bear Mountain Lodge, am Rande des Lake Clark National Park, der eine ungewöhnlich hohe Dichte an Braunbären verzeichnet. In rustikalen Cabins wird genächtigt. Die größten Braunbären der Welt jedoch leben auf Kodiak Island. Das Kodiak Brown Bear Center liegt am Karluk Lake im Herzen des Kodiak National Wildlife Refuge und ist idealer Standort für Bärenbeobachtungen: etwa auf einer viertägigen Tour inklusive Übernachtung und Führungen. Ganz anders die Katmai Halbinsel. An den Brooks Falls versuchen die Bären während der Lachszeit ihr Glück beim Grabschen nach den leckeren Fischen. Um hier zu landen besteigt man ein Wasserflugzeug am Lake Hood in Anchorage.

Auf dem Wasser begegnet man ganz anderen Tierarten: Seelöwen und Seeottern zeigen sich oft direkt neben dem Schiff, wenn man die fünfeinhalbstündige „26 Glacier Cruise“ mit dem exklusiven Klondike Express auf dem Prince William Sound gewählt hat. In der Luft kreisen Weißkopfadler. Dazu der Blick auf die ins Wasser kalbenden Gletscher. Ein Ranger des Chugach National Forest Service ist mit an Bord und informiert übers Mikrofon. Der Andrang für diesen Ausflug ist groß, es empfiehlt sich also frühzeitig da zu sein.

Ganz im Süden nach rund zwei Stunden Fahrt erreicht man Seward. Hier in der Resurrection Bay sind am Ufer Seelöwen und Vogelkolonien bei den Kenaj Fjord-Touren anzutreffen. Auch Papageitaucher, Tümmler und Wale tummeln sich hier. Major Marine Tours hat neben zwei Wildtiertouren mit dreieinhalb oder fünf Stunden Dauer auch Walbeobachtungstouren im Programm, die speziell auf Orcas und Grauwale ausgelegt sind.

Alaska Wildlife Conservation Center
Eine knappe Autostunde südöstlich von Anchorage liegt das Alaska Wildlife Conservation Center. Auf dem riesigen Gelände am Ende des Turnagain Meeresarm leben neben Bären unter anderem Elche, Bisons, Moschusochsen und Adler. Ursprünglich wurde das AWCC gegründet, um verwaisten oder verletzen Wildtieren eine Heimat zu bieten. Mittlerweile ist das Wildlife Center nach dem Denali Nationalpark die meistbesuchte Besucherattraktion Alaskas.

(IAM)

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