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100 Jahre Nationalparks: Alaska vorne dabei

Die Wildnis hinter Anchorage

Natur pur am Kenai Fjord. - Foto: Glacier Lodge Natur pur am Kenai Fjord. - Foto: Glacier Lodge

Die Nationalparks in den USA feiern großes Jubiläum. Der von US-Präsident Woodrow Wilson gegründete National Park Service wird 100. Die größten Parks sind in Alaska zu finden, wo die Naturschönheiten allen Platz der Welt haben, um sich in Szene zu setzen. Von den acht Nationalparks sind zwei auf dem Landweg von der Landesmetropole Anchorage aus und zwei mit dem Wasserflugzeug gut zu erreichen. Schon der Weg dorthin ist ein kleines Abenteuer.

Der Denali-Nationalpark ist die meistbesuchte Attraktion Alaskas. Alles überragender Bergriese ist der 6194 Meter hohe Denali. Präsident Barack Obama hat bei seinem Alaska-Besuch im vergangenen September die jahrelangen Debatten über den Namen beendet: Der Mount McKinley heißt jetzt wieder Denali, der ursprüngliche Name von den Ureinwohnern des Landes. Die Beliebtheit des Parks rührt auch von den vielen Wildtierarten, die Besucher zu sehen bekommen; darunter Bären, Elche, Karibus, Wölfe und Luchse. Von Anchorage aus erreicht man den nördlich gelegenen Park auf dem Parks Highway in Richtung Norden oder mit der Alaska Railroad.

Schnee und Eis bedecken 60 Prozent des Kenai Fjords Nationalparks, darunter das riesige Harding Icefield. Bei einem Schiffsausflug durch die zerklüftete Resurrection Bay kommt man den Gletschern, die ins Meer münden, ganz nahe. Passagiere werden Zeugen, wenn riesige Eisschichten unter beängstigendem Getöse ins Meer krachen. Spektakulär ist die Bandbreite an Wildtieren, darunter Seeotter, Seelöwen, Robben, Kolonien von Papageientauchern, Delfine und Buckelwale. Abenteuerlustige fahren mit dem Kajak die Fjordküste entlang. Sie können sich von einem Boot aussetzen lassen und diese traumhafte Gegend für sich ganz alleine erkunden oder in einer Wildnislodge im Park übernachten. Seward liegt 200 Kilometer südlich von Anchorage und ist über den Seward Highway oder die Alaska Railroad zu erreichen.

Nationalpark in Alaska. - Foto; Wayde Carroll Photography

Nationalpark in Alaska. – Foto; Wayde Carroll Photography

Der 67 Kilometer lange, türkisfarbene Bergsee ist Namensgeber für den 16.300 Quadratkilometer großen Lake Clark Nationalpark, der nur mit dem Flugzeug oder Boot zu erreichen ist. Ihn prägt ein beeindruckendes Natur-Kaleidoskop aus hohen Bergketten, Gletschern, Felstürmen aus Granit, donnernden Wasserfällen und einer wellenumtosten Küstenlinie. Die meisten Lake-Clark-Besucher sind Angler, Flusswanderer oder Wildnis-erfahrene Rucksacktouristen. Die bevorzugten Transportwege im Park sind drei wilde Flüsse, die unter Raftern, Kanu- und Kajakfahrern als wahres Wasserparadies gehandelt werden. Sportangler wissen um den ungeheuren Fischreichtum in den Fluss- und Seensystemen des Parks. Angeboten werden auch Tagesflüge zur Bärenbeobachtung. Die Flugzeit mit dem Wasserflugzeug vom Lake Hood, dem Wasserflughafen in Anchorage, zum Park beträgt rund eine Stunde.

Etwas weiter entfernt, aber ebenfalls gut mit dem Wasserflugzeug zu erreichen ist der Katmai-Nationalpark. Der Park ist Bärenland, hier leben über 2.000 Exemplare. Bekannt sind die Bilder von den Braunbären, die im Sommer im Brooks River stehen und die Lachse mit ihren Pranken herausfischen, wenn diese über die Flussstufen nach oben springen. Von zwei großen Aussichtsplattformen aus lässt sich dieses faszinierende Schauspiel beobachten. Man kann sich aber auch über eine Livekamera einen Eindruck verschaffen (explore.org/live-cams/player/brown-bear-salmon-cam-brooks-falls).

(IAM)

 

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